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Vulkan Bogoslof weiter aktiv

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Die Insel Bogoslof nach dem Ausbruch vom 22. Dezember 2016, das Grundbild stammt vom 19. März 2015. Die + Bereiche stellen neu aufgeschüttestes Land und die - Bereiche zeigen den Bereich des abgetragenen Landes dar unter dem der Eruptionskrater liegt Quelle: Bill Burton, Dave Schneider, Alaska Volcano Observatory, United States Geological Survey

Die Insel Bogoslof nach dem Ausbruch vom 22. Dezember 2016, das Grundbild stammt vom 19. März 2015. Die + Bereiche stellen neu aufgeschüttestes Land und die - Bereiche zeigen den Bereich des abgetragenen Landes dar unter dem der Eruptionskrater liegt Quelle: Bill Burton, Dave Schneider, Alaska Volcano Observatory, United States Geological Survey

Der Bogoslof ist weiter aktiv, immerhin produzierte er vom 14. bis 20. Januar 2017 fünf weitere größere Eruptionen und veränderte das Aussehen der Insel immer weiter. Die Eruption vom 14. Januar ereignete sich um 22:16 Uhr AKST (Alaska Standard Time). Mit dieser Eruption ging eine starke 50 minütige seismische Aktivität einher, mit starken seismischen Impulsen von 22:16 bis 22:40 Uhr AKST, einem registrierten Lichtblitz um 22:32 Uhr AKST und Infraschallwellen die auf Unmak Island und Dillingham aufgezeichnet wurden. Nach einer 20 minütigen Ruhephase erfolgten weitere seismische Bebenserien um 22:02 und 23:18 Uhr AKST mit einer Dauer von neun bzw. zwei Minuten, jedoch ohne das Lichtblitze oder Infraschallwellen registriert werden konnten.

Die beiden Eruptionen vom 17. Januar erfolgten um 4:30 und 6:30 Uhr AKST. Sie produzierten jedoch nur kleinere, kurzlebige Eruptionssäulen die bis in eine Höhe von ca. 5.000 Metern aufstiegen.

Bogoslov Island am 10. Januar 2010, gut erkennbar der neu erstauende Krater der unterhalb des Wasserspiegels liegt. Quelle: Chris Waythomas, Alaska Volcano Observatory, US Geologiacal Survey

Bogoslov Island am 10. Januar 2010, gut erkennbar der neu erstauende Krater der unterhalb des Wasserspiegels liegt. Quelle: Chris Waythomas, Alaska Volcano Observatory, US Geologiacal Survey

Am 18. Januar 2017 erwachte der Vulkan erneut um 13:20 Uhr AKST, vorausgegangen war eine Zunahme der seismischen Aktiv.ität innerhalb von 20 Minuten. Piloten berichteten das die Eruptionssäule bis auf eine Höhe von 10.000 Metern stieg. Ein Satellitenfoto zeigte das die Eruptionswolke im oberen Teil eine dunklere Farbe aufwies. Dies indiziert das sie wesentlich Aschereicher war, als alle anderen vorausgegangenen Eruptionen. Der ersten großen Eruption folgte mindestens eine weitere, wie Satellitenfotos aufgenommen um 14:00 Uhr AKST belegen. Sie zeigen eine niedriger aufsteigende Aschewolke.

Am 20. Januar um 13:17 Uhr AKST erfolgte eine weitere Eruption, die Eruptionswolke stieg dabei in eine Höhe von ca. 11.000 Metern auf. Vorausgegangen war eine 30 minütige Zunahme der seismischen Aktivität. Die Eruption erzeugte einen Lichtblitz, sowie wurden Infraschallwellen in Dillingham registriert.

 Am 22. Januar um 14:09 Uhr AKST wurde zuerst ein Lichtblitz am Bogoslof registriert. Die nachfolgende Untersuchung mittels Satellitenüberwachung ergab das über dem Vulkan eine Eruptionswolke bis in eine Höhe von 9.100 Metern aufgestiegen war und nach Nordosten verdriftete. 

Veränderung der Küstenlinie von Bogoslof Island, das Basisbild stammt vom 11. Januar 2017, die grüne Linie entspricht dem Küstenverlauf vom 16. Januar 2017, die lachsfarbene gepunktete Linie entspricht dem Küstenverlauf am Morgen des 18. Januar 2017 Quelle: Kim Angeli, Alaska Volcano Observatory / U.S. Geological Survey

Veränderung der Küstenlinie von Bogoslof Island, das Basisbild stammt vom 11. Januar 2017, die grüne Linie entspricht dem Küstenverlauf vom 16. Januar 2017, die lachsfarbene gepunktete Linie entspricht dem Küstenverlauf am Morgen des 18. Januar 2017 Quelle: Kim Angeli, Alaska Volcano Observatory / U.S. Geological Survey

Eine weitere explosive Eruption ereignete sich am 24. Januar um 4:53 Uhr AKST, wie seismische Daten und ein registrierter Lichtblitz belegten. Die Satellitenobservation zeigte eine Eruptionswolke die nach Osten verdriftete. Erste Schätzungen zufolge stieg sie bis in eine Höhe von 9,1 bis 10,7 Kilometern auf, spätere Vermessungen auf Satellitenfotos ergaben jedoch eine Höhe von  ca. 7.500 Metern. Für den Flugverkehr wurde der Aviation Colour Code wieder auf Rot gesetzt.   

Am 25. und 26. Januar blieb es verhältnismäßig ruhig am Bogoslof Vulkan, das größte Problem bei der Überwachung der Aktivität des Bogoslof ist, die Vulkanologen Alaskas haben keine Messinstrumente auf Bosgoslof Island. Die nächstgelegenen Messinstrumente sind am Okmok und Makushin Vulkan stationiert. Am 25. Januar vermeldete das Alaska Volcano Observatory das die Instrumente am Okmok Vulkan ausgefallen sind. Es bleibt also spannend am Bosgoslof Vulkan, mal sehen wie sich seine Aktivität weiter entwickeln wird. Update folgt. 

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