Das Ozonloch über der Antarktis im August 2019
Pünktlich zur ausgehenden Polarnacht über der Antarktis erscheint es wieder, das Ozonloch. Vor dreißig Jahren wäre das bestimmt eine Meldung in der Tagesschau wert gewesen, aber heut zu Tage? Bringt das Loch keinen mehr aus der Fassung, dabei ist die Sache wohl noch lange nicht ausgestanden. Das zeigt zum Beispiel das von der UNO der 16. September zum Tag für die Erhaltung der Ozonschicht erklärt wurde. Die Ozonloch-Saison 2019 begann wie gewöhnlich am 1. Juli und war bis Mitte August eher unspektakulär.
Jedoch bereits am 18. August wurde in dieser Saison der niedrigste Wert der Ozonkonzentration ermittelt, mit 120 Dobson Units. Die Konzentration des Ozons stieg bis zum 25. August bis auf 160 und am 26. August auf 178 Dobson Units wieder an. Der Polarwirbel erreichte am 22. August seine bislang größte Ausdehnung mit 11 Mio. km² und die bislang niedrigste Temperatur in ihm wurde am 17. August ermittelt mit -99 °Celsius. Während sich die Ausdehnung des Polarwirbels sich an die Mittelwerte der Langzeitbeobachtung ungefähr hielt, ist das Absinken der Ozonkonzentration auf 120 DU meines Erachtens zu einem so frühen Zeitpunkt der Ozonloch-Saison recht ungewöhnlich. Vielleicht erleben wir in dieser Saison eine Überraschung, aber um das zu sagen ist es vielleicht auch etwas zu früh, aber interessant bleibt es auf jeden Fall. Der Höhepunkt des Abbaus des Ozons in der Atmosphäre über der Antarktis wird in der Regel Ende September/Anfang Oktober erreicht.
NASA Ozone Watch: Latest status of ozone
View the latest status of the ozone layer over the Antarctic, with a focus on the ozone hole. Satellite instruments monitor the ozone layer, and we use their data to create the images that depict ...
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