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Juni 2017, global der drittwärmste Juni

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Auflistung der Klimaanomalien des Juni 2017 Quelle: NOAA

Auflistung der Klimaanomalien des Juni 2017 Quelle: NOAA

Der Juni 2017 war der drittwärmste Juni seit Beginn der globalen Wetteraufzeichnungen, damit reiht er sich gleich hinter den Juni 2015 und den Juni von 2016 ein. Das globale Temperaturmittel lag bei 16,38 °C und damit 0,83 °C über der Durchschnittstemperatur des 20. Jahrhunderts von 15,5 °C, damit ist er laut NOAA der 41. aufeinanderfolgende Juni und der 390. aufeinanderfolgende Monat bei dem die Temperaturen über der Durchschnittstemperatur des 20. Jahrhunderts lagen. Über den kontinentalen Landflächen lag die Temperatur um 1,15°C und über den Ozeanen um 0,70°C über den Mittelwerten.

In der Arktis lag die Bedeckung mit Meereis um 7,5% unterhalb des Durchschnitts der Jahre 1981-2010 und in der Antarktis um 6,3% unter den Mittelwerten dieses Vergleichszeitraumes. Mit 11,06 Mio. km² lag die Bedeckung rund 900.000 km² unter dem Durchschnittswert, aber immerhin noch 460.000 km² über dem Minusrekord von 2016. Damit registrierte man die sechst niedrigste Meereseisbedeckung seit Beginn der Überwachung im Jahr 1979.

In Europa war es im allgemeinen zu warm und die ersten wirklichen Hitzewellen stellten sich in diesem Jahr ein. Im Waldbrandgeplagten Portugal maß man eine Durchschnittstemperatur von 22,34°C, in Spanien von 24,1°C, in Großbritannien von 14,5°C, in den Niederlanden von 18°C, was alles in allem zwei bis drei Grad über den Durchschnittswerten des Vergleichszeitraumes 1981-2010 lag.

Deutschland lag da voll im Trend, es wurde eine Durchschnittstemperatur von 18,0°C gemessen und damit liegt der Juni 2017 mit 2,6°C über dem Vergleichszeitraum 1961-1990. In der Summe war es zu warm, zu nass und auch zu Sonnig, paradox? Nein nicht wirklich, aber ein Indiz das der Juni 2017 anormal war ist auch auf das Ausbleiben der "Schafskälte" zurückzuführen. Ebenso zogen große Gewitterzellen über das Land, die örtlich Sintflutartige Niederschläge produzierten und anderen Ortes passierte gar nichts. Die größte Tagesmenge an Niederschlag erhielt Ludwigschorgast, nördlich von Bayreuth, mit 105,6 Liter pro Quadratmeter an einem Tag, währenddessen Rheinhessen und das Rein-Main Gebiet mit 30 Liter im gesamten Monat ein erhebliches Regendefizit aufwies. Ebenso vermeldet der Deutsche Wetterdienst das die Globalstrahlung in Mitteleuropa ein deutliches Plus aufweist, im Juni 2017 empfingen wir rund 100 KW/h auf den Quadratmeter mehr als im Durchschnitt der Jahre 1981-2010. Schon Beeindruckend oder? Mal sehen wie es weitergeht, beunruhigend ist die ganze Situation schon und zeigt doch das sich langfristig das Klima verändert, Zahlen lügen bekanntlich nicht. 

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