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Vulkan Bogoslof, Ende der Serie von Eruptionen?

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Unterschied des Aussehens von Bogoslof Island März 2015 zum März 2017 Quelle: Chris Waythomas/Alaska Volcano Observatory/USGS

Unterschied des Aussehens von Bogoslof Island März 2015 zum März 2017 Quelle: Chris Waythomas/Alaska Volcano Observatory/USGS

Ich habe heute einmal nachgesehen was der Vulkan Bogoslof in der Beringsee macht. Naja könnte man meinen, es wurde seit dem 13. März keine größeren Eruptionen mehr beobachtet. An diesem Tag erwachte der Bogoslof für 12 Minuten, eine Aschewolke wurde beobachtet die nach Südwesten verdriftete, aber seit dem ruht der Vulkan mehr oder weniger.

Zuvor bot der Bogoslof in der Nacht vom 7. zum, 8. März ein wahres Naturschauspiel, wenn es denn einer gesehen hätte, ich meine live und in Farbe. In dieser Nacht erwachte der Vulkan für eine Dauer von drei Stunden. Die eruptierte Aschesäule erreichte eine Höhe von 10.600 Metern und es wurde mehr als 1.000 Blitze und Lichtblitze registriert, dies war die höchste Anzahl die bei der ausdauernden Aktivität seit Dezember gemessen wurde bei einer Eruption. Zudem speite der Vulkan so viel Material aus das der Ausgang des Hauptschlotes über den Meeresspiegel gehoben wurde. Ebenso wurde der Ausgang eines neuen Vulkanschlotes identifiziert, er liegt im Nordwesten der Insel.

Vor der Eruption vom 7. zum 8. März ruhte der Vulkan bereits 12 Tage, dies war die bis dahin längste Ruhephase des Bogoslof seit dem Beginn seiner Aktivität am 12. Dezember. Insgesamt lässt sich wohl eines sagen, der Bosgoslof veränderte seine Aktivität sehr signifikant. Am Anfang der Ausbruchsserie war er sehr aktiv, mit sehr hohen Aschesäulen die stark angereichert waren mit Wasserdampf und Eis. Im Januar waren diese dann stärker angereichert mit vulkanischer Asche, je mehr der Ausgang des Vulkanschlotes sich der Meeresoberfläche näherte. Insgesamt gab es seit dem 12. Dezember 36 größere Ausbrüche des Bogoslof, bei denen er das Aussehen der Insel komplett veränderte. Er eruptierte so viel Material das die Insel von einer Fläche von 0,29 km² auf 0,98 km² wuchs. Ob die Kraft des Ozeans diese neue Landfläche wieder abtragen wird? Da bleibt wohl ein kleines Fragezeichen, aber die größere Frage ist wohl ob der Bogoslof nun sein Pulver verschossen hat? Fortsetzung folgt, da bin ich mir ziemlich sicher.   

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