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Madagaskar, vier Wochen nach Super Zyklon Enawo

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Super Zyklon Enawo am 8. März über Madagaskar Quelle: NASA Goddard MODIS Rapid Response Team

Super Zyklon Enawo am 8. März über Madagaskar Quelle: NASA Goddard MODIS Rapid Response Team

Nun ist es gut vier Wochen her das der Super Zyklon Enawo über den Inselstaat Madagaskar fast in seiner kompletten Länge gezogen ist. Ich finde ein recht passender Zeitpunkt um auf die Lage in Madagaskar einmal genauer zu schauen. 

Der Super Zyklon Enawo traf am 7. März auf die Nordost-Küste Madagaskars mit Windgeschwindigkeiten von 231 km/h, entspricht Kategorie IV auf Saffir Simpson Skala, und war damit seit 13 Jahren der stärkste Zyklon der die tropische Insel traf. Am 8. und 9. März zog Enawo über die komplette Länge der Insel und schwächte sich ab zu einem tropischen Sturmtief. Am 9. März um 10:40 UTC zog das Zentrum des Sturms über die südliche Küste Madagaskars und verließ die Insel. Der tropische Wirbelsturm tötete insgesamt 81 Personen und verletzte weitere 253 Menschen. 18 Menschen wurden am 17. März immer noch als vermisst gemeldet. Insgesamt waren 433.612 Menschen in 58 Distrikten des Landes von den Auswirkungen des Super-Zyklons betroffen, ferner zerstörte der Wirbelsturm 40.520 Häuser und beschädigte weitere 83.100. Am 17. März waren insgesamt noch 6.334 Menschen in Behelfsunterkünften untergebracht. Insgesamt hätte es auch schlimmer kommen können, aber die Schäden die Enawo hinterließ sind sehr beachtlich, immerhin zählt Madagaskar zu den ärmsten Ländern der Erde. Die Regenmengen die Enawo im Nordosten und Osten des Landes niedergehen ließ zerstörten landwirtschaftliche Anbauflächen und beschädigten Straßen und Brücken. Teile der Hauptstadt Antananarivo standen komplett unter Wasser, da ein Damm am Fluss Sisaony brach. Die UN berichtet das 3.900 Schulgebäude und 105 Health Care Center beschädigt wurden. Einhergehend mit den Ernteverlusten stiegen auch die Preise für Reis um 20% und beim Mais sogar zwischen 30 und 50% in den urbanen Regionen des Landes. Man wird sehen wie es weiter geht, aber das Thema Lebensmittelsicherung, Schutz, Hygiene und Zugang zu medizinischen Einrichtungen sind wichtige Bestandteile des menschlichen Lebens. 

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