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Die Erde lebt

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Neuseelands tektonische Lage Quelle: Wikimedia Commons

So könnte man manchmal denken, wenn man sich die tektonischen Bewegungen der Erdkruste so ansieht. Zwar überwiegt die kurzfristige Betrachtung in den Medien zu Ereignissen wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, aber eine langfristige hintergründige Berichterstattung ist eher selten zu finden, man muss immer selber recherchieren um den Dingen auf den Grund zu gehen. Nimmt man die Serie von Erdbeben auf der Südinsel Neuseelands im November, diese waren heftig immerhin mit der Magnitude von 6,5 auf der Richterskala am 14. November 38 Kilometer west-südwestlich von Kaikoura entfernt. Es gehörte zu einer Serie von Nachbeben, denn das Hauptbeben ereignete sich am 13. November mit der Magnitude von 7,8 auf der Südinsel, 53 km Nord-nordöstlich von Amberley. Immerhin war es das stärkste Erdbeben in Neu Seeland seit dem Hawk`s Bay Beben von 1931. Aber das Erdbeben vom letzten Montag gehörte meiner Meinung nach zu einer Serie von Erdbeben die South Island in den letzten Jahren erschütterte. Noch gut in Erinnerung war mir das Beben vom 22. Februar 2011, dessen Epizentrum nur 10 km vom Zentrum Christchurchs entfernt lag, mit einer Magnitude von 6,3 auf der Richterskala zuschlug und dabei 185 Personen tötete. Sechs Monate zuvor ereignete sich am 4. September 2010 in der Nähe von Darfield, 37 Km westlich Christchurch gelegen, ein Beben mit der Magnitude 7,0 auf der Richterskala, bei dem es keine Toten gab. Die Region um Neu Seeland ist demnach tektonisch höchst aktiv, denn North und South Island liegen an der Plattengrenze zwischen der Australischen und der Pazifischen Platte. Durch South Island zieht sich die ="_blank" href="http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eventpage/us1000778i#executive">Alpine Störungszone, die gleichzeitig die direkte Plattengrenze markiert und sich dadurch erklärt warum in dieser Region sehr schwere Erdbeben ereignen können. Von der Alpinen Störungszone bilden sich weitere Verwerfungen aus, auf South Island bilden sich das Marlborogh Verwerfunssystem aus, die gleich aus einer ganzen Reihe von Störungszonen besteht. Da sich die leichtere pazifische und die australische Platte schiebt entstehen Verspannungen in der darüber liegenden Platte, besser gesagt sie wird gestaucht. Diese Stauchung baut die Energie auf die sich bei einem Erdbeben dann entlädt und dann den Rand der australische Platte in diesem Bereich um ein paar Meter in die Höhe schießen lässt. Beim Erdbeben vom 13. November passierte genau dieses, Teile des Meeresbodens wurde an der Küstenlinie über den Meeresspiegel gedrückt. Im Inland in der Nähe des Epizentrums wurde der Erdboden horizontal um bis zu 10 Meter verschoben und vertikal um zwei Meter in die Höhe gedrückt. De Facto wird South Island durch die Plattenbewegung regelrecht durchgeknetet. Schon interessant was sich in der Erdkruste so abspielt, aber unbedingt dort leben möchte ich eigentlich nicht. Man muss aber auch nicht ans andere Ende der Erde reisen um den Vorgang zu studieren, eigentlich brauch man nur nach Italien blicken. Da passiert genau das selbe, etwas anders sieht die Lage im thüringischen Vogtland aus. Wenn man sich aber die Veränderungen der Erdkruste genau ansieht könnte man meinen die Erdkruste lebt. Mr. Spock würde wohl sagen echt faszinierend.

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