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Bárðarbunga kommt nicht zur Ruhe?

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Das Holurhaun Lavafeld im September 2016 Quelle: NASA
Das Holurhaun Lavafeld im September 2016 Quelle: NASA

Könnte man meinen wenn man die Updates des Island Met office liest. Seit dem Ende der Holuhraun-Eruption im Februar 2015 gab es immerhin 51 Erdbeben größer der Stärke 3 auf der Richterskala bis Ende Juni 2016. Dabei ist eine eindeutige Intensivierung der Erdbebenaktivität rund um die Caldera zu vermelden. 42 der Beben ereigneten sich nach dem 1. September 2015 und 31 seit dem 1. Januar 2016. Die stärksten Erdbeben wurden am 8. April mit der Magnitude 4.2 und am 20. Mai mit der Magnitude 4.4 gemessen. Die starke Erdbebenaktivität lässt dabei Rückschlüsse auf die Magmabewegungen im Untergrund zu, ob sich die Magmakammer unter dem Holurhaun-Lavafeld sich wieder füllt ist jedoch unwahrscheinlich. Die Beben ereigneten sich in einer Tiefe von 10 bis 15 Kilometern, eigentlich zu tief um an die Oberfläche zu kommen.

In der Summe war der Ausbruch im Holurhaungebiet des Bárðarbunga-Komplexes beeindruckend genug finde ich. Immerhin wurden 1,9 km³ Magma an die Oberfläche befördert, so das sich das Lavafeld auf einer Fläche vom 84 km² ausbreiten konnte. Durch die Spalteneruption in Holurhaun kollabierte die eigentliche Bárðarbunga-Caldera. Diese sackte um 65 Meter ab, zusätzlich senkte sich ein Gebiet von 110 km² um die Caldera bis zu einem Meter ab. Durch diesen Kollaps wurde das Magma durch einen Kanal in Holurhaun an die Oberfläche gedrückt, so zumindest eine Studie die 15. Juli 2016 erschien. Plausibel ist diese Vermutung alle mal. Wir werden sehen wie es um den Bárðarbunga weiter geht, nächstes Jahr plane ich schon mal eine Reise nach Island.

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