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2015, das Jahr der Rekorde

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Quelle JPL
Quelle JPL

Wenn man sich das Klima ansieht scheint es immer mehr extreme Wetterereignisse zu geben, denn bekannter Weise ist das Klima auf der Erde die Summe aller regionalen Wetterereignisse. Zu aller erst haben wir dieses Jahr ein sehr starkes El-Nino Ereignis und laut dem JPL in Pasadena ist dieses im Begriff das Ereignis von 1997 zu übertreffen. Wie auf dem Bild des JPL gut zu sehen ist die Zunge mit Warmwasser im Pazifik deutlich ausgeprägter in diesem Oktober als im Oktober 1997 und wie das JPL weiter mitteilt wird sich dieses El-Nino Ereignis weiter verstärken, denn wir haben erst Oktober und der Höhepunkt des El-Ninos wird im Dezember erwartet.

Die Überflutungen in der Zentralen Luzon Ebene Quelle NASA
Die Überflutungen in der Zentralen Luzon Ebene Quelle NASA

Das dieser El-Nino die regionalen Wettergeschehnisse im Pazifischen Raum beeinflusst ist nur nahe liegend. Der beste Beweis dafür ist Hurrikane Patrizia, die wohl in diesem Moment ihren Landgang an der Westküste von Mexiko macht. Sie ist immerhin der stärkste tropische Orkan der beobachtet wurde seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Mit Windgeschwindigkeiten von 325 km/h schlägt sie sogar Taifun Haiyan, den bisherigen Rekordhalter und Haiyan verwüstete im Oktober 2013 immerhin die Region der Eastern Visayas auf den Philippinen. Patrizia hat aber auch einen weiteren Rekord gebrochen, den des tiefsten gemessenen Luftdrucks. Laut den Messungen der NASA lag dieser bei 880 Millibar und unterbot den atlantischen Hurrikane Wilma aus dem Jahre 2005 um ganze zwei Millibar.

Auf der anderen Seite des Pazifiks schlug erst vorgestern der ehemalige Super Taifun Koppu auf der Insel Luzon, Philippinen, ein. Dieser brachte 900 mm Niederschlag über einen Zeitraum von 5 Tagen, so das die Flüsse wie der Pampagna über die Ufer traten. 22 Personen starben und zehntausende mussten in Flüchtlingsunterkünfte untergebracht werden. Nur mal zum Vergleich, 900 mm Niederschlag ist das Äquivalent von 120% des durchschnittlichen Jahresniederschlags in Gera.

Das dieses Jahr ein besonders extremes Jahr in den Wetterverhältnissen war mir bereits im Frühjahr klar als im April mit Maysak der erste Super Taifun die Philippinen heimsuchte. Im August jagten mit den Taifun Soudelor, Goni und Atsani gleich drei sehr ausgedehnte Orkane durch den östlichen Pazifik. Sie brachten den Philippinen, Taiwan und Japan ausgedehnte Überschwemmungen und töteten zahlreiche Menschen. Wir werden wohl erst am Ende des Jahres sehen was das Jahr 2015 so gebracht hat, aber eines ist jetzt schon sicher es wird wohl als ein Jahr der extremen Wetterereignisse in die Geschichte eingehen.

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