Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

70. Jahrestag der Atombombenabwürfe

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Der Atompilz über Nagasaki Quelle:Libary of the Congress
Der Atompilz über Nagasaki Quelle:Libary of the Congress

auf Hiroshima und Nagasaki und wie ist das Erinnern daran? Es war sicher das erste Mal gewesen das die zerstörerische Kraft des Atoms aller Welt vor Augen führte was der Mensch für Kräfte entfesseln kann. Nur stellt sich hier einmal die Frage ob man es moralisch rechtfertigen kann? Ja man kann es, nämlich aus der Perspektive einer Partei die Krieg führt. Kriege werden bekanntlich nicht geführt um Menschen-, Bürgerrechte zu verteidigen oder gar irgendwelche Ideale mit zivilisatorischer Perspektive zu implementieren. Nein Kriege werden geführt um den Gegner oder besser gesagt den Feind zu vernichten und dieses geschah genau am 6. bzw. 9. August 1945. Nachdenklich stimmen mich dabei die Stimmen die meinen das Böse nun personalisieren zu müssen. So werden Personen wie Paul Tibbets zum reuelosen Massenmörder oder einer Person oder zum Repräsentanten der "Banalität des Bösen" erklärt, das obwohl Tibbets garantiert nicht wusste was genau er da abwarf. Immerhin war die A-Bombe eine absolute Geheimsache und selbst die Wirkung der freigewordenen der atomaren Strahlung war nur im Ansatz selbst in der wissenschaftliche Gemeinde um Robert Oppenheimer bekannt. Es ist schon ziemlich fragwürdig Tibbets zum Massenmörder zu erklären ohne dabei die Wissenschaftlergemeinde um Oppenheimer und die Militärkamarilla um Chester Nimitz und Demokraten wie den damaligen Präsidenten der USA Harry S. Truman oder dem verstorbenen Rosevelt zu nennen, denn ohne die letztgenannten wäre Tibbets nie in der Lage gewesen eine Atombombe auf Hiroshima abzuwerfen. Auch stellt sich auch die Frage Atombombe oder Demokratie nicht wirklich. Denn die Atombombe wurde von einer Demokratie in Kriegszeiten eingesetzt, also ist die A-Bombe ein Mittel zum Zweck und kein Mittel das Systembedingt angewendet wird.

Problematisch an dieser moralischen Diskussion ist welcher Moral die nun die Japaner nun folgten? Denn Japan stilisiert sich allzu gern als Opfernation der Atombombe, des Krieges und wird gerne darin bestätigt von Leuten die allzu gerne das Böse in den USA sehen. Nur ist dieser Blickwinkel wohl etwas zu kurz gegriffen. Sicher ist die ersten beiden A-Bomben von den Streitkräften der USA abgeworfen, aber dieser Krieg wurde nun einmal von Japan im Jahre 1937 mit dem Überfall auf China entfesselt. Japanische Soldaten massakrierten in diesem Krieg Millionen von Zivilisten in China, den Philippinen und Indochina und zwar mit dem Habitus eines rassisch überlegenen Nationalgefühls, immerhin war Japan nie eine Kolonie geworden und kulturell eigenständig. Japanische Wissenschaftler experimentierten mit biologischen und chemischen Kampfstoffen an Zivilisten in China und lies auch hunderttausende in Lagern mal einfach verhungern. Sieht man sich einmal diese Tatsachen an sollte man zum Schluss kommen das man es mit einem massenmörderischen Zivilisationskomplex zu tun hat, nicht von einzelnen Soziopathen, sondern von soziopathischen Strukturen die tief in der Gesellschaft verankert sind, nicht von einem reuelosen Sünder, sondern von einem systematischen Apparat der Verdrängung, Hass und Selbstbetrug.

Immerhin kommt einem das japanische Opfergefühl hierzulande einigermaßen bekannt vor, denn im westlichen Teil des Landes namens Bundesrepublik Deutschland stilisierte man sich auch allzu gerne als Opfer, des Terrors den die anderen verbreiteten. Immerhin war es Konrad Adenauer ein überzeugter Demokrat der 1955 der deutschen Wehrmacht ein blütenreines Hemd einer humanitären Kriegsführung im zweiten Weltkrieg bescheinigte und die Bösewichte waren nur die Waffen-SS und das NS-Regime. Dieses Beispiel zeigt wohl eindeutig das die Uminterpretation wohl auch moralisch sanktioniert werden kann, um eine Deutungshoheit zur jeweils dann passenden politischen Richtung eines Agitators zu erzielen. Sie dienen dann zur Beeinflussung der Politik in eine gewünschte Richtung, als um eine korrekte Interpretation der historische Geschehnisse.

Wir haben daher kein Problem mit dem 1% schwachsinnigen oder gar wahnsinnigen Eliten, gemessen an der gesamten Gesellschaftsgröße.(Sich schon alleine als Elite zu wähnen ist eine possierliche geistige Minderleistung aber das nur am Rande) Nein WIR als Spezies haben eher das Problem das 99% neophobe Tradierte pro Generation aber genau jeden Mist nachäffen denen ihnen neophile Soziopathen (ca. 1-2 % pro Generation) nunmehr mittels Massenmedien ins Hohlgebälk oberhalb des oralen Gebläse einhämmern, bis es zu den Ohren rauskommt. Die Atombombe ist ergo das Ergebnis einer Massenpsychose und diese Massenpsychosen sind generell sehr leicht herzustellen!

Diese Massenpsychose nannte sich Nationalismus oder aus heutiger Sicht war es ein extremer Nationalismus der wie eine Grippe sich in den Menschen hineinfrisst oder warum lässt sich ein Mensch dazu verführen in den Krieg zu ziehen. Für Führer, Volk und Vaterland? Das Demokratien dieses Selbstverständnis auch haben und kein Garant für Frieden und Prosperität sind zeigen bekanntlich die USA, Japan und die EU was mich zu der Frage bringt wie gedenkt man den Opfern der Atombombenabwürfe in Japan vor nunmehr 70 Jahren um ihnen auch historisch und aus menschlicher Sicht gerecht zu werden?

Kommentiere diesen Post