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Der Staub der Sahara

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Sandsturm in der Bodele-Depression Quelle:NASA
Sandsturm in der Bodele-Depression Quelle:NASA

Das es nicht nur Stürme, sondern auch Sandstürme, Orkane und andere Wetterphänomene gibt ist eigentlich längst bekannt und das ist im Grunde nichts Neues. Nun Anfang Februar fegte ein Sandsturm über das nördliche Tschadbecken, seinen Ausgang hatte dieser Sturm in der Bodele-Depression, der tiefsten Senke im Tschadbecken, dem gleichzeitig größten endhorischen Bassin des afrikanischen Kontinents.

Es handelt sich bei der Bodele-Depression aber auch um den Seegrund des Mega-Tschadsees, bei diesem Sandstürmen werden organische Materialien die sich einst am Seegrund ablagerten abgetragen und über weite Strecken verfrachtet. Auf diesem Satellitenbild erkennt man sehr schön due über 1000 km lange Staubfahne, ebenfalls sehr gut zu erkennen die Feuchtgebiete des Tschadsees, rechts oberhalb der Fitrisee und rechts der Grand Yaeres.

There were also suggestions of relationships to major climate indices, such as El Niño–Southern Oscillation (ENSO) , the Atlantic multidecadal oscillation (AMO)

Joseph M. Prospero

Sahara Areosole über dem Atlantik Quelle NASA
Sahara Areosole über dem Atlantik Quelle NASA

Das der Staub, besser gesagt diese feinsten Aerosole von 10 bis 1 µm Durchmesser, dabei größere Entfernungen zurücklegen können sollte einleuchten. So wird nach Untersuchungen der NASA Saharastaub auch im Amazonas-Becken, der Karibik und selbst in Florida nachgewiesen. Allein das Amazonas-Bassin erhält aus der Sahara jedes Jahr 40 Millionen Tonnen nährstoffreiches Material, die die nährstoffarmen Böden der Regenwaldgebiete düngen. Dieser Materialtransport wird dabei begünstigt durch die vorherrschenden Luftströmungen von Ost nach West in der Innertropischen Konvergenzzone. Die ariden Regionen Nordafrikas emittieren jedes Jahr Aerosolvolumen von ca. 800 Terragramm pro Jahr, oder 800 Millionen Tonnen, sie werden für 70 Prozent der natürlichen weltweiten Aerosolproduktion verantwortlich gemacht. Dieses sind sechs mal mehr als Asiens Wüsten im Jahr emittieren. Sie düngen dabei die Ozeane und begünstigen aber auch das entstehen von Algenblüten, wie zeitweise im Golf von Mexico beobachtet wurde. Andere Untersuchungen legen nahe das eine verstärkte Aerosolproduktion in der Sahara die Entstehung der atlantischen Tiefdrucksysteme vor der westafrikanischen Küste behindern. Diese Tiefdrucksysteme können sich unter Umständen zu destruktiven Hurrikanen in der Karibik entwickeln. Daher ist es naheliegend zu vermuten das die Aerosolproduktion in der Sahara ebenso einen Einfluss auf das globale Klima hat. So wird vermutet das die El Niño-Southern Oscillation und die Atlantische Multidekaden-Oszillation von der Aerosolproduktion der Sahara beeinflusst wird (1).

(1) http://journals.ametsoc.org/doi/pdf/10.1175/BAMS-D-12-00142.1

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