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16. April 1862, Compensated Emancipation

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Das Datum und der Begriff sagen bestimmt vielen recht wenig, hat aber geschichtlich gesehen eine enorme geschichtliche Bedeutung. Der District of Columbia Compensated Emancipation Act unterschrieben am 16. April 1862 von Abraham Lincoln war das erste Gesetz über die Freilassung der Sklaven im District of Columbia Washington in den USA. Neun Monate später erst unterzeichnete Lincoln am 1. Januar 1863 die sogenannte Emancipation Proclamation über die Freilassung der Sklaven in den Konföderierten Südstaaten der USA, was dem seit 1861 anhaltenden amerikanischen Bürgerkrieg für die Unionisten nun erst eine wirklich ideologische Note gab.

Es war wohl auch der erste große Sieg der Abolitionisten und ihrer Kampagne zur Befreiung der Sklaven in den USA, der eigentlich schon über zwei Jahrzehnte anhielt. Literarisch unterstützt von Harriet Beecher Stowe mit ihrem Kampfbestseller Onkel Toms Hütte, der immerhin in der DDR zur Pflichtlektüre gehörte und in der gebildeten Oberschicht der Nordstaaten recht populär war. Immerhin wurden durch diese erste Proklamation 3.000 Sklaven in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten zu freien Männer, Frauen und Kindern erklärt. Allerdings wie der Name der Proklamation verrät wurden die Sklavenhalter noch entschädigt für ihren "Verlust an Eigentum". Jedoch sollten noch 101 Jahre vergehen bis den Schwarzen die gleichen sozialen und politischen Rechte wie den Weißen in den Südstaaten zugestanden wurden. Ich sehe beiden Erklärungen daher eher als halbe Siege im Kampf gegen die Sklaverei an, aber immerhin es war ein Fortschritt an dem man sich erinnern sollte.

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