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Fedtschenko-Gletscher relativ stabil

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Der Fedtschenko-Gletscher Quelle:NASA
Der Fedtschenko-Gletscher Quelle:NASA

Wie ich gerade auf der NASA-Webseite gelesen habe verhalten sich die Gletscher des Pamir-Gebirges etwas anders als auf dem Rest der Welt. Trotz der allgemeinen Klimaerwärmung schmelzen sie anscheinend weniger ab als vergleichbare Gletscher in den Alpen, des Kilimanscharo oder in den Anden.

Nimmt man den Fedtschenko-Gletscher, mit 77 Kilometer Länge der größte Gletscher außerhalb der Polarregionen, so verlor er seit 1928 lediglich 3,8% seines Eisvolumens von 46 km³, das entspricht rund 1,75km³, und er zog sich seit seiner Erstvermessung lediglich um 1,4 %, oder 108 Meter, zurück. Als Erklärung gibt die NASA an, das die Niederschlagsmengen in der Region des Pamirs seit 1990 zugenommen haben, aber wie die Sattelitenfotos auch zeigen wird der Gletscher an seiner Zunge von einer dicken Geröllschicht bedeckt. Diese Geröllschicht fungiert wie eine Isoliermatte und schützt den Gletscher vor der intensiven Sonnenstrahlung und damit vor einem intensiven Abschmelzen. Interessant ist das er trotz der eigentlich ungünstigen klimatischen Verhältnisse keinen nennenswerten Eisverlust erlitt, immerhin ist die Region Arid bis Semiarid in den Sommermonaten, also sich ganz sich verhält als in den Anden und trotz der höheren Temperaturen die auch im Pamir gemessen wurden. Interessant ist auch das der Fedtschenko-Gletscher am Fuße des Pik Unabhängigkeit, bis 2006 Pik Revolution genannt, auf einer Höhe von 6.200 Metern seinen Anfang nimmt. Auf seinem Weg ins Tal überwindet er 2.500 Höhenmeter und speist mit seinen Schmelzwasser den Muksu und damit den Amudarija. Wie der Gletscher sich in Zukunft verhalten wird weis wohl niemand, aber wenn die Temperaturen weiter ansteigen könnte er in Zukunft genauso abschmelzen wie seine Kollegen im benachbarten Himalaya.

Der Pamir ist sowieso ein recht interessantes Gebirge und bedeutend für die Menschen in Zentralasien. Immerhin erhalten die Menschen in den ehemaligen Sowjetrepubliken Tadschikistan, Usbekistan, Kirgisien und Kasachstan nahezu 90% ihres Trinkwassers aus dem Gebirgsriegel des Pamir und des Tian Shans. Die Berge ragen bis zu 7.400 Meter über dem Meeresspiegel empor und trugen zu Sowjetzeiten kuriose Namen wie Pik Kommunismus, Pik Karl Marx oder Pik Lenin.

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