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Philae hat es geschafft

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Philaes Instrumente Quelle:ESA
Philaes Instrumente Quelle:ESA

Eigentlich war es spannend was sich am 12. November abspielte, der Lander Philae demonstrierte das es möglich ist auf einem Kometen zu landen, trotz der geringen Schwerkraft. Philae machte eigentlich drei Landungen auf dem Kometen um 15:34, 17:25 und 17:32 GMT (Weltzeit). Der letzte um 17:32 war dann die finale und ca. einen Kilometer weiter als ursprünglich vorgesehen. Das brachte den Lander jedoch außerhalb des von der Sonne beschienenen Bereich des Kometen.

Nach der ersten Landung um 15:32 Uhr machte die abwärts gerichtete Kamera ROLIS bereits erste Panoramaaufnahmen. Jedoch hob der Lander wieder ab und driftete für 1 Stunde und 50 Minuten mit einer Geschwindigkeit von 38 cm/s ca. einen Kilometer weiter. Nach der zweiten Landung hob Philae wieder ab und driftete für sieben Minuten mit einer Geschwindigkeit von drei Zentimeter pro Sekunde weiter, bevor Philae endgültig auf dem Kometen 67P/Churyumov–Gerasimenko aufsetzte. Warum es zu drei Landungen kam ist leider nicht bekannt, auf jeden Fall konnte Philae erst nach der dritten Landung sich verankern. Ich nehme einmal an das die geringe Schwerkraft und die recht hohe Eigengeschwindigkeit von Philae die ausschlaggebenden Faktoren waren, das die Harpunen erst bei der dritten Landung von den Bordcomputern ausgelöst wurden.

Rosettas Bahnmanöver nach dem 12. NovemberQuelle:ESA
Rosettas Bahnmanöver nach dem 12. NovemberQuelle:ESA

Das Operationscenter in Darmstadt vermeldete die erste Landung um 17 Uhr, jedoch war das erste Abheben noch nicht bekannt. Rosetta fing auf jeden Fall die Telemetriedaten von Philae auf, jedoch durch das weitere driften des Landers kam Philae in einem Bereich des Kometen der nicht von der Sonne beschienen wird, war ein Problem für die Energieversorgung darstellt. Um die Energieversorgung sicher zu stellen entschied man sich Philae wieder in einen Ruhezustand zu versetzen und auf einen späteren Zeitpunkt abzuwarten, wenn dieser Teil des Kometen von der Sonne beschienen wird. Mal abwarten ob es gelingt Philae zu reaktivieren, spannend bleibt es. Aber die Mission Rosetta ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie in der Geschichte der ESA selten war in der Vergangenheit. Schon allein die Bilder von Churyumov–Gerasimenko sind beeindruckend und die Daten der Sonde vermelden einen hohen Ammoniak-Anteil in seinen Ausgasungen, Wir müssen noch ein wenig Geduld haben, bevor wir wissen ob wir alle eigentlich Aliens sind :).

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