Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Waiho Papa Moana hikoi

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Waiho Papa Moana hikoi

Kia ora sagt man wohl wenn man jemanden in Neu Seeland jemanden begegnet, es heißt so viel wie Guten Tag. So konnte man diese Begrüßung in der Sky City am 30. September hören, denn es fand der Waiho Papa Moana hikoi statt, eine Veranstaltung die sich gegen die von der norwegischen Statoil beabsichtigten Tiefseebohrungen in der neuseeländischen Wirtschaftszone richten.

Also über 1.000 Protestler zogen durch die Innenstadt zum Auckland War Memorial Museum, in dem eine Veranstaltung des norwegischen Staatskonzerns Statoil stattfand. 26 Teilnehmer des Protestmarsches sahen und rochen so, als ob sie gerade durch eine Öllache im Meer geschwommen wären. Immerhin ist die Katastrophe der Deep Water Horizons im Golf von Mexiko 2010 noch in guter Erinnerung und die Ölverschmutzung in unserer Nordsee geht immerhin auch zu einem guten Teil auf die Ölexploration zurück, ein gewichtiger Akteur Statoil. Immerhin will die Ölindustrie in Tiefen von 1.500 Metern nach Erdöl vor der Nord- und Südinsel bohren, immerhin zehn mal so tief wie derzeitig zugelassen und drei mal so tief wie in der Nordsee.

In einem Szenario das Greenpeace Neu Seeland an den Unfall der Deep Water Horizons anlehnte, konnte Greenpeace nachweisen wie sich ein Unfall im Romney Prospect auf die Nordwestküste der Nordinsel auswirken wird. Je nach Dauer eines unkontrollierten Ölaustritts kann durch die vorherrschenden Meeresströmungen die gesamte Nordwestküste betroffen sein. Im Falle der Südinsel würde zwar die größte Teil des austretenden Öles auf den offenen Ozean getrieben, jedoch ca. 10-20% würden auch die Ostküste der Südinsel erreichen. Sehr schwer betroffen von einer Ölpest wären die Bounty Islands und die Chatham Islands. Die Auswirkungen auf das Ökosystem wären wahrscheinlich gravierend, wie der unkontrollierte Ölaustritt in Golf von Mexiko zeigte sind vor allem Kleinstlebewesen, Seegraswiesen, Tiefseekorallen von der Ölpest betroffen gewesen, also die Grundlagen der Nahrungskette und die Kinderstuben der Fischbestände im offenen Meer. Neu Seelands Südinsel reicht immerhin weit in die sogenannten Roaring Fourties hinein und die Meeresströmungen dieser Region gehören zur planetaren Zirkulation in den Weltmeeren, ein Unfall vor Neu Seeland hätte dem zu Folge weitreichende Konsequenzen.

Die Problematik ist derzeitig wohl so ein zu schätzen: Weltweit wird der Erdöl- und Gasindustrie die Tore durch die lokale Politik weit geöffnet. Nur ist hier die Frage zu stellen, ob und in wie weit wir bereit sind die Risiken der Ölexploration in der Tiefsee zu tragen??

Kommentiere diesen Post