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Viral-Kampagne von Greenpeace zeigt Wirkung

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Der dänische Konzern LEGO beendet die Zusammenarbeit mit dem Öl-Multi Shell, nicht das LEGO keine Ölprodukte von Shell kaufen würde, sondern das das Shell-Logo und Schriftzug zukünftig nicht mehr auf den Legobausteinen erscheinen wird. Es geht mehr oder weniger um einen Werbevertrag, den sich Shell immerhin 81 Mio. € pro Jahr kosten ließ und der nun endgültig in 18 Monaten endgültig ausläuft.

Mit der Viral-Kampagne, die Teil der Aktion Save the Arctic ist, greift Greenpeace nicht den Konzern Shell direkt an, sondern den Werbeträger und hat nun vollen Erfolg. Für LEGO ist die Viral-Kampagne ein Super-Gau, greift sie doch das Clean und Smart-Image des dänischen Konzerns an.

Greenpeace ließ für die Kampagne einen Animations-Clip produzieren und der wurde ein Youtube-Hit: Mehr als sechs Millionen Menschen haben sich schon angesehen, wie eine Legolandschaft in der Arktis im Öl versinkt. Eskimos mit Teddybären, Eisbären, Fische, Robben, Wölfe und Schlittenhunde ertrinken in einer schwarzen Flut. Schuld ist der Lego-Bohrturm von Shell, soviel zu dem 1:45 Minuten langen Video und seiner Botschaft: "Shell is polluting our kids' imaginations." oder zu deutsch "Shell verschmutzt die Fantasie unserer Kinder".

Damit aber noch nicht genug, Greenpeace-Mitarbeiter protestierten weltweit vor Shell-Tankstellen in einer Legokluft, die weitere Öffentlichkeitsarbeit umfasste Aufklärung der wichtigsten Kundschaft von LEGO, den Kindern, über eine immerhin mögliche Ölpest in der Arktis. Darüber hinaus wurden über eine Million Unterschriften gesammelt und das war dann doch zu viel für LEGO. Die LEGO-Shell-Ferrari-Kollektion, in der Formel 1-Modelle mit dem Shell-Logo bedruckt, verkauft werden dürfte damit der Vergangenheit angehören.

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