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Bárðarbunga

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Bárðarbunga

oder eine Vulkaneruption auf Island macht keine Furore. Was bei derzeitigen Eruption des Vulkans Bárðarbunga auffällt ist die Abwesenheit der Medien. Das ganz im Gegensatz zur Eruption des Grímsvötn im Mai 2011, oder des Eyjafjallajökull im April und Mai 2010. Okay die Aschewolke des Eyjafjallajökull legte den Flugverkehr in großen Teilen Europas lahm und selbst unsere Kanzlerin Merkel bekam den Ausbruch zu spüren, als sie von einer Auslandsreise nur mit Schwierigkeiten und Umwegen nach Berlin zurückkehren konnte.

Jedoch ist der derzeitige Ausbruch des Bárðarbunga ein spektakulärer, immerhin ist es eine der größten Eruptionen seit dem 19. Jahrhundert auf Island und sie scheint noch lange nicht beendet. Auch ähnelt die derzeitige Aktivität des Vulkans die der des Eyjafjallajökull im Jahre 2010. Diese begann ebenso mit einem zwar spektakulären Schauspiel von mehrere Meter hohen Lavafontänen, die aus einem Nebenkrater des Vulkans herausschossen, jedoch waren die Medien ebenso wie heute größtenteils abwesend. Erst die große Eruption des Hauptkraters am 14. April 2010 ließen Teile des Gletschers schmelzen und eine Aschewolke stieg bis zu 8 Kilometer in die Atmosphäre auf, der Rest ist bekannt.

Am 16. August machte sich der Bárðarbunga mit ca. 500 kleinen Erdbeben auf sich aufmerksam. Am 3. September erreichte die Lavazunge bereits eine Länge von über zwei Kilometer und das Lavafeld bedeckte bereits eine Fläche von 7,2km², was der Fläche des britischen Gibraltar entspricht. Am 9. September erreichte der Lavastrom eine Länge von 16 Kilometern und bedeckte eine Fläche von über 20 km². Am 18. September gab das isländische Metoffice an das der Bárðarbunga ca. 200-600kg SO² und 250-750kg CO² pro Sekunde ausspuckt. Die ESA konnte für den Zeitraum vom 30. August bis 4. September eine Zunahme der SO² Konzentration über den nordöstlichen Atlantik messen. Diesen Messungen korrespondieren mit Messungen der vulkanischen Gase in Norwegen und auf Grönland.

Am 20. September wurden zwei starke Erdbeben mit 5.1 bzw. 5.0 Magnitude gemeldet, insgesamt wurden an diesem Tag 64 Erdbeben an und um den Bárðarbunga vermeldet. Diese Erdbebenserie lassen massive Magmabewegungen im Vulkankomplex vermuten, eines der Zentren der Erdbeben war das nördliche Zentrum der Caldera. Diese Erdbebenaktivität ließ auch heute dem 21. September 2014 nicht nach, mit einem Erdbeben mit der Magnitude von 4.8 erreichte sie sogar an die Aktivität des gestrigen Tages. Spannend bleibt es bei der Aktivität des Bárðarbunga, ob es zu der großen Eruption doch noch kommt bleibt abzuwarten, manchmal zieren sich auch Vulkane wie eine Diva, zumal bei der Medienbeachtung.

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