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Ebola, der zweitgefährlichste Virus

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Der Ebola-Virus gilt als der zweitgefährlichste Viruserreger der Erde. Er erreicht eine Mortalitätsrate von bis zu 89%, der noch gefährlichere Marburg-Virus erreicht eine Mortalitätsrate von 90%. Beide gehören zur Filoviridae-Familie und sind sognannte RNA-Viren, die ein hämorrhagisches Fieber verbreiten, d.h. die Erkrankung geht mit inneren und äußeren Blutungen einher.

Aufgrund der Gefährlichkeit gewann z. B. das Marburg-Virus das Interesse des amerikanischen und russischen Verteidigungsministeriums. 1998 soll ein Bioterrorismusangriff simuliert mit einer Variola (Pocken)-Marburg-Chimäre worden sein. Ergebnis: Ein ökonomischer Schaden von 26 Milliarden Dollar pro 100.000 Infizierte. Interessant ist das es in den USA des weiteren ein Patent auf die Nucleotide Sequenzen des Ebola-Bundibugyo-Virus existiert, wer da wohl die Forschung bezahlt hat?(1) Des weiteren gibt es mit dem von Mapp Biopharmaceutical entwickelten Mittel ZMapp ein Medikament gegen Ebola, das sich zwar noch im experimentellen Stadium befindet, jedoch an den beiden erkrankten Amerikanern angewendet worden ist.(2)

Der Übertragungsweg besteht in der Tröpfcheninfektion, z. B. bei Körper-, Blutkontakt und anderen Körperflüssigkeiten. Laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde kann Ebola nicht mit verarbeiteter Nahrung, Trinkwasser oder über die Luft übertragen werden. Die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem Auftreten der ersten Symptome kann zwischen drei und 21 Tagen liegen – es ist schwer, den Ursprung der Infektion zu identifizieren. Die ersten Krankheitszeichen ähneln denen einer Grippe. Plötzlich setzen Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Appetitlosigkeit, Schwächegefühl und Halsschmerzen. Später aber gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, es können schwere innere Blutungen auftreten, begleitet von Durchfällen und Austrocknung.

Der seit einem halben Jahr andauernde Ebola-Ausbruch in Westafrika gilt mit 1.776 Infizierten und fast 1.000 Toten als der schwerste Ausbruch des Ebola-Fiebers seit seiner Entdeckung 1976. In dem Zeitraum von 1976 bis 2013 wurden weltweit zwischen 2 bis 3.000 Erkrankungen weltweit gemeldet.

Die Übertragungswege von Mensch zu Mensch sind durchaus bekannt, jedoch als die Wirtstiere für Ebola und Marburg-Virus gelten Flughunde, wie die Übertragung vom Flughund auf den Menschen sich vollzieht liegt aber immer noch im dunkeln. Angenommen wird, das der Virus über die über halbverzehrte Früchte und damit über die Nahrungskette oder über den Kontakt mit deren Exkremente übertragen wird.

(1)http://www.google.com/patents/US20120251502

(2)http://www.wiwo.de/technologie/forschung/kampf-gegen-epidemien-neue-ebola-medikamente-sind-keine-wundermittel/10292602.html

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