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War on Terror oder befinden wir uns im dritten Weltkrieg?

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

So oder so, ich denke manchmal wenn ich zur Zeit die Bilder aus dem Irak oder der Ukraine sehe. Dabei vergessen wir andauernd die ganzen anderen kalten und heißen Konflikte auf dem blauen Planeten. Dieser von Georg Walker Bush am 21. September 2001 apostrophierte Krieg gegen den Terror hat 13 Jahre später globale Ausmaße angenommen und das mit Konflikten von Afghanistan, Pakistan, IRAK, Syrien, Libyen bis in den Süd-Sudan, Tschad, nach Somalia, Jemen, Mali und Zentralafrikanische Republik.

Wie sagte Bush in oben genannter Rede: Es gibt Tausende dieser Terroristen in mehr als 60 Ländern. Sie werden in ihren eigenen Ländern und ihrer Umgebung rekrutiert und in Lager wie beispielsweise in Afghanistan gebracht, wo sie in der Taktik des Terrors ausgebildet werden. Sie werden in ihre Heimatländer zurückgeschickt oder in Verstecke in Ländern auf der ganzen Welt, wo sie Übel und Zerstörung planen. (1) Im Grunde genommen hat Bush wohl recht behalten, die USA führen einen Krieg der schon an Don Quichotes Kampf gegen die Windmühlen erinnert und Bushs Nachfolger Obama führt diesen Krieg unvermittelt, nur mit einer anderen sanfteren Rhetorik weiter.

Nimmt man die derzeitige Situation im IRAK erkennt man vielleicht den eigentlichen Auslöser der derzeitigen Probleme im IRAK, es war die US-Invasion mit der Koalition der Willigen 2003, die der Initialzünder für den heutigen ganzen Schlamassel meiner Meinung nach ist. Das ganze Land hat seit dem nie mehr zur Ruhe gefunden und es verging seit dem keine Woche ohne Selbstmordanschläge in irgend einer irakischen Stadt. Die USA schlugen den Aufstand in Falludscha nieder, ohne große Rücksicht auf Verluste unter der Zivilbevölkerung, fast eine Million Menschen sind seit dem Jahr 2003 im Irak gestorben, mehr als vier Millionen wurden vertrieben. Es ist ein Bürgerkrieg der weitestgehend aus Ermangelung am Interesse außerhalb der deutschen Medien stattfand, lieber sah man sich die Fußball WM 2006 oder 2010 an, anstatt zu Fragen wofür der ganze kriegerische Wahnsinn gut sein soll?

Schon damals war mir aufgefallen wir einerseits Flüchtlinge instrumentalisiert wurden, um politische Zielsetzungen zu legitimieren, wie zum Beispiel in Libyen. Am Anfang des Bürgerkrieges in Libyen waren sie noch sehr präsent, bis die Resolution 1973 vom Sicherheitsrat der UNO beschlossen wurde, die NATO darauf hin aktiv in diesen Bürgerkrieg eingreifen konnte. Dann verschwanden die Flüchtlinge aus der Welt der Medien, so zu sagen sie hatten ihre Schuldigkeit getan. Während sie im Irak oder Afghanistan zu keinem Zeitpunkt eine Rolle spielten, dort betrauerten die westlichen Staaten ihre eignen toten Soldaten. Die toten Afghanen oder Iraker waren irgendwie nie ein Thema, obwohl es durchaus eine reichhaltige Literatur über die Flüchtlingsdramen in beiden Konflikten gab und gibt. Wahrscheinlich assoziierten die US-Amerikaner und viele Europäer die Toten mit Bushs Worten aus seiner oben genannten Rede: Sie hassen, was wir hier in eben diesem Hause sehen können - eine demokratisch gewählte Regierung. Ihre Führung ist eine selbst ernannte Führung. Sie hassen unsere Freiheiten - unsere Religionsfreiheit, unser Recht auf freie Meinungsäußerung, unser freies Wahlrecht und Versammlungsrecht und die Freiheit, kontroverse Meinungen zu vertreten.

Man könnte auch meinen Bush hatte in seiner Rede bereits die NSA-Aktivitäten vorab beschrieben, über die sich alle Welt nun aufregt: An diesen Anstrengungen werden viele beteiligt sein, von FBI-Agenten über die Nachrichtendienste bis hin zu den Reservisten, die wir einberufen haben. Das die NSA bereits in den 1990er Jahren das Echelon-Programm initiierte sollte nicht weiter verwundern, denn laut Bush müssen: Unsere Nation hat erkannt: Wir sind nicht vor einem Angriff gefeit. Wir werden Verteidigungsmaßnahmen ergreifen, um Amerikaner zu schützen. Das wusste auch schon seine Amtsvorgänger Clinton, Bush sen. oder Reagan, nur hat er es wohl nie so deutlich gesagt wie Georg W. Bush und das die USA in der elektronischen und optischen Aufklärung und Kriegsführung führend waren beweisen eigentlich Dinge wie SOSUS(2), denn der amerikanische Präsident konnte seit den 1960er Jahren jeden Walfurtz in den Weltmeeren analysieren lassen und mit den Keyhole Satelliten(3) jeden Stein in Tibet oder Kamtschatka einen Namen geben. Bush jun. Vorgänger waren wie er den Menschenrechten recht verpflichtet, so führten der Billy Boy und der Alte Bush schon humanitäre Interventionen, so in Bosnien, Kosovo und Somalia. Sie beriefen sich auf Gustav Adolf dem schwedischen Heroen, der bekanntlich schon zu 1630 a.D. an einem Mecklenburger Strande landete, wohlgemerkt aus humanitären Gründen.

Das in den Kriegen um Bosnien, Kroatien und Kosovo zu Massenvertreibungen kam, naja könnte man sagen wie, das ist die Logik von Nationalitätenkonflikten. So z. B. Kroatien: Waren die ersten Opfer 170.000 Kroaten, die die Serben 1992 aus von ihnen dominierten Gebieten vertrieben, stand am Ende die Flucht und Vertreibung von 200.000 Serben durch die Mai- und August-Offensive (offiziell: Oluja-Offensive) 1995 durch die kroatischen Armee und das ohne große Aufmerksamkeit in der Weltöffentlichkeit zu erregen, die Serben waren eben die Aggressoren die versuchten eine Republik Serbische Krajina 1992 bis 1995 zu etablieren. Zwar sollen bis heute ca. 120.000 Serben zurückgekehrt seien, aber Fakt ist auch der Begriff ethnische Säuberung oder Vertreibung bekam durch die Balkankriege 1991-1995 erst den Stellenwert, den er heute beigemessen wird, denn auf dem Höhepunkt der Balkan-Kriege befanden sich wohl über vier Millionen Menschen Ex-Jugoslawiens auf der Flucht. Es ist wohl der Logik des Krieges geschuldet, das die Sieger die Geschichte schreiben, nur fragt sich wer hat gewonnen oder Verloren. Nimmt man zum Beispiel das Kosovo haben wohl offiziell die NATO und die Kosovaren gewonnen und die Serben eben verloren, nur um den Preis das wohl 100.000 Serben das Kosovo verließen, was die Weltöffentlichkeit eben auch nicht weiter beunruhigte und viele sagten sich naja warum denen denn nachtrauern, die waren bekanntlich die Bösen. Aber das dieser Krieg um das Kosovo mit einer Propaganda-Schlacht begann, in der sich der bundesdeutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping nicht zu Schade war den "serbischen" Hufeisenplan zu präsentieren, der wie man heute weiß ein Sammelsurium aus Geheimdienstberichten der NATO-Staaten war, zeigt eigentlich die Wahrheit oder anders gesagt eine objektive Tatsachendarstellung vor und während und eine neutrale Geschichtsschreibung nach dem Konflikt, kann es im Falle eines Krieges gar nicht geben(4)(5).

Weil es im Falle des Kosovo so gut funktioniert hat, überlegten sich wahrscheinlich die Think-Tanks in den USA, wie man die Öffentlichkeit mobilisieren kann um die Niederwerfung des Iraks zu ermöglichen und gleichzeitig zu rechtfertigen. So kam es zur Erfindung der irakischen Massenvernichtungswaffen und der irakischen Raketen die die Sicherheit der 10.000 Kilometer entfernten USA bedrohten und dem denkwürdigen Auftritt des Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat am 5. Februar 2003, wo er die "Beweise" präsentierte. Auffallend in seiner Rede war das Kapitel "Saddam Husseins Menschenrechtsverletzungen"(6). Nun kommt es aus der Retroperspektive einem schon sehr merkwürdig vor das der Außenminister der USA Saddam Hussein Menschenrechtsverletzungen vorwarf und das vor dem Hintergrund das während des US-amerikanischen Engagements im Irak und des Krieges gegen den Terror, solche Dinge passierten wie Abu Graib, Gefangenenverschleppungen in Geheimgefängnisse und auch Terrorisierung der Zivilbevölkerung Afghanistans und des Iraks durch US-Truppen. Das es pro Tag ca. 100 Angriffe auf die Befreier von Saddam Hussein gab und das es 100 militärische Aktionen pro Tag von Seiten der US-Befreiungsstreitkräfte, wie z. B. Schießereien, Razzien und eben auch Bombardierungen gab, war ja kaum jemanden bekannt. Das was der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde waren die Selbstmordanschläge der Al-Qaida und die Mär von der Ordnungsmacht USA, die "Demokratie und Freiheit" im Irak damals wohl etablierte (7).

Dabei fällt vor allem auf: Wir werden täglich mit Millionen von Nachrichten nahezu bombardiert, aber klären Nachrichten über den Sachverhalt auf? Zu oft werden die Konsumenten von Mainstream-Medien eigentlich nicht über das informiert was hinter einer Nachricht steht, die nahezu unbekannte Hintergrundnachricht, denn sie klärt auf über den Umstand der zu einer Nachricht erst führt. Man denkt, man kann den Artikeln, die man liest, trauen – warum sollte man auch nicht? Man denkt, man kann die ideologische Voreingenommenheit durchschauen und die Fakten bekommen. Aber man kennt nicht die Zutaten, die in dem Produkt stecken, das man konsumiert. Dabei ist es wichtig zu verstehen, wie das Wissen über aktuelle Ereignisse zum Beispiel im Nahen Osten produziert werden, bevor man ihnen vertrauen kann. Selbst wenn es keine offensichtliche ideologische Voreingenommenheit zum Thema existiert, wie man häufig gerade im Fernsehen sie sieht, wenn es um Israel geht, gibt es doch grundlegende Probleme auf der erkenntnistheoretischen und mythologischen Ebene. Ohne eine Hintergrundinformation projizieren Nachrichten Verzerrungen, einseitige Sichtweisen, teilweise Unwahrheiten und können zur Rechtfertigung für Taten herangezogen werden und bestärken diejenige Auffassung derjenigen die in ihrer Machtfülle schwelgen wie ein kleiner Gott.

Wenn man sich die Art und Weise in der unsere Journalisten über den Nahen und Fernen Osten schildern, verwundert mich sehr oft wie platte Stereotype verwendet werden, um die Konsumenten der Nachricht die Dinge zu erklären warum die Dinge in diesen Regionen so sind wie sie nun mal sind, bzw. dargestellt werden. Zu den Geschehnissen in Nahen und mittleren Osten führen die Journalisten gerne archetypische Formulierungen ein wie islamitisch oder salafistisch, ohne das daraus überhaupt ersichtlich wird was diese Bezeichnungen überhaupt bedeuten. Dabei schrieb der französische Intellektuelle François Burgat, dass es wohl zwei Haupttypen von Meinungsmachern gäbe, wenn sie beauftragt würden, dem Westen das „Andere“ zu erklären. Erstens gibt es den, der von ihm als der „negativer Intellektuelle“ beschrieben wird, der seine Vorstellungen und Prioritäten mit denen des Staates in Einklang bringt und seine Perspektive darauf konzentriert, den Interessen der politischen Macht zu dienen bzw. die Erwartungen zu erfüllen um eine größtmögliche nähe zu dem erwarteten Inhalt der Nachricht zu gelangen. Und zweitens gibt es den „Fassaden-Intellektuellen“, dessen Rolle in der Gesellschaft es ist, dem westlichen Publikum seine bereits vorhandenen Begriffen, Auffassungen, Voreingenommenheiten sowie Rassismen hinsichtlich des „Anderen“ zu bestätigen. Sowohl Journalisten, die für die Mainstreammedien schreiben, als auch ihre örtlichen Gesprächspartner, gehören oft beiden Kategorien an. Dabei gibt es eine Menge Literatur über die Unmöglichkeit von Journalismus im klassischen, liberalen Sinn und den üblichen Bildern von Objektivität, Neutralität, Naivität und in „der Vermittlung der Wirklichkeit“. Doch greifen die westlichen Mainstream-Medien, vielleicht aus Mangel an alternativen Quellen, die tradierten Begriffe mit immer größerer Beharrlichkeit auf, als man von einem unabhängigen Medium erwarten würde. Der Nahe Osten ist ein außerordentlich passender Ort für die westliche Journalisten die Erwartungen zu erfüllen die unsere Gesellschaftslenker in sie stecken. Man erfährt im Nahen Osten und Nordafrika viel, aber am meisten über die Bestätigung der allgemein vorherrschenden westlichen Sichtweisen auf die dortigen Gesellschaften. Man kann auch etwas über sich selbst und seine Zukunft erfahren, weil der Nahe Osten die Region ist, wo alle Ansprüche auf Objektivität, Neutralität und kritisches Engagement in nahezu spektakulärer Weise gescheitert sind. Das größte Problem, aber auch der größte Vorteil für das Vermitteln von Wirklichkeit für die Medien im Nahen Osten sind die Sprachbarrieren, denn viele der Reporter vor Ort sprechen noch nicht einmal Arabisch und sind auf Dolmetscher angewiesen, dabei entgehen ihnen vielfach wichtige Informationen, da Dolmetscher auch nicht immer das Transportieren was der Befragte eventuell den Reporter hatte zu wissen lassen möchten. So werden Journalisten oftmals zum Experten stilisiert und damit zum Archetyp des ideologischen Werkzeuges, indem sie ihrem fast schon penetranten Halbwissen Kultur schaffen und Wissen produzieren.

Ich meine Eduard Said hatte in seinem Der orientalisierte Orient das am besten Charakterisiert: Die Differenz, das Selbst- und Fremdbild sind zentrale Bestandteile der Legitimation der Herrschaftsverhältnisse, die sich im Eurozentrismus wiederspiegeln. Die Beschreibungen von Orient und Okzident kennzeichnen sich vielfach durch Stereotype aus, im Sinne eines femininen, irrationalen und primitiven Orients, und eines maskulinen, rationalen und fortschrittlichen Okzidents(8).

So gesehen kann man auch die Rede des Barak Obama vor den Absolventen der West Point Academy einordnen, er legitimierte den dort Postulierten Führungsanspruch der USA durch den amerikanische Fortschrittsglauben und -willen und zwar mit diesen Worten: A new century has brought no end to tyranny. In capitals around the globe -- including, unfortunately, some of America’s partners -- there has been a crackdown on civil society. The cancer of corruption has enriched too many governments and their cronies, and enraged citizens from remote villages to iconic squares. And watching these trends, or the violent upheavals in parts of the Arab World, it’s easy to be cynical.(9)

Machen wir uns mal nichts vor diese vielkommentierte Rede war eben auch für amerikanische Ohren bestimmt, für kritisch eingestellte Europäer war sie eben zynisch, Eingenk der Tatsachen amerikanischer Außenpolitik, wie Unterstützung für autoritär geführter Regime wie in Ägypten, Saudi Arabien, Katar, höchst korrupter politische Systeme wie gerade in der Ukraine, Indonesien oder den Philippinen. Aber eins stimmt einen besonders nachdenklich: Die Obsession mit der Führerschaft, die sich durch die ganze Rede von Obama zog, verrät eine tiefsitzende Furcht davor, nicht mehr lange führend zu sein. Nun ja, Menschen mit geringen historischen Kenntnissen und junge West Point Kadetten mögen solchen Unsinn glauben – einschließlich der behaupteten aber unbegründeten Übereinstimmung vom Frieden und Wohlstand der Welt und dem der USA. Und der Frieden geht laut Obama von den USA aus – er ist nichts, was man gemeinsam gestalten könnte. Eine andere Obsession der US-amerikanischen Außenpolitik ist der sogenannte Terrorismus, dabei gibt es selbst in den USA keine Definition was der Terrorismus eigentlich ist. Aber wenn es keine Definition für diesen Umstand von Gewaltanwendung gibt, wie kommt Obama darauf das es die größte Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA ist? Dabei kann jedes zehnjährige Kind andere Dinge aufzählen, die Anlass zur Sorge bieten – Atomwaffen, globale Erwärmung, Armut, Cyber-Krieg, aufkommender Faschismus, usw. Mit anderen Worten die amerikanische Führerschaft geht Hand in Hand mit dem Terrorismus und Obama will den Krieg gegen den Terrorismus fortsetzen bis zum Sankt Nimmerleinstag, nur eben mit anderen Mitteln, wie bekannten Drohnenkrieg.

Das diese Drohnen nun beileibe kein zuverlässiges Mittel zur Kriegsführung darstellen, interessiert Obama dabei recht wenig, denn immerhin verloren die USA laut einem Bericht der Washington Post seit 2001 immerhin mehr als 400 Drohnen, zumeist durch techn. Defekte, menschliche Fehler bei der Bedienung und nicht so sehr durch Feindeinwirkung. Es soll sogar vorgekommen sein, das bei ihren Flügen in großer Höhe einfach verschwanden und nie wieder gesehen wurden sind. Den Vogel schießt dabei die MQ-1B Predator ab, von dem 20 Mio. teuren Vogel verlor die AIR Force rund die Hälfte aller angeschafften Drohnen, d. h. mehr als 200 und das sehr zur Freude der Shareholder der Herstellerfirmen, denn abgestürzte Drohnen müssen bekanntlich ersetzt werden um die Schlagkraft des US-Militärs zu sichern (10)(11).

Die Obama-Administration nutzt dabei auch die sozialen Netzwerke um ihre Interessen durchzusetzen, erinnert sich vielleicht noch jemand an die Kampagne Stop-Kony-2012? Diese Kampagne entwickelte sich zur einer Bewegung um den ugandischen Warlord Joseph Kony dingfest zu machen, nur hatte die Kampagne einen Schönheitsfehler. Besagter Joseph Kony befand sich seit 2006 nicht mehr in Uganda und soweit das bekannt ist operierte seine Lord’s Resistance Army seitdem in der DR Kongo und der Zentralafrikanischen Republik. Die Kampagne die von Prominenten unterstützt wurde ermöglichte es der Obama-Administration US-Truppen in Uganda zu stationieren, der eigentliche Hintergrund hierzu: In Uganda wurden ein Ölfeld entwickelt, an dem auch US-Firmen beteiligt sind(12)(13)(14)(15).

Das es beinahe so aussieht das es zu einer Art Arbeitsteilung kommt ist nicht besonders erstaunlich, US-Truppen werden in Uganda stationiert und ugandische Truppen wurden in Somalia stationiert, ja eben dem Somalia aus dem die US geführten UNO Truppen 1995 unverrichteter Dinge wieder abzogen. Seit dem breitete sich die Piraterie an den Küsten aus und die Al-Shabaab Milizen begannen sich zu etablieren und Anfang des neuen Jahrtausends die Macht übernahmen. Das die Al-Shabaab und die UNION der Islamischen Gerichte im Jahr 2006 wiederum von der US-finanzierten Invasion Äthiopiens vertrieben wurde zeigt eigentlich wie die Außenpolitik der USA zum Teil funktioniert, eben auch speziell in Afrika mit gekauften Verbündeten. (16) Es sollte auch bedacht werden das die USA in 35 afrikanischen Ländern Truppen bereits stationiert haben, so in Niger, Mali, Kenia. Offiziell geht es dabei meistens um die Hilfe gegen den sogenannten islamistischen Terrorismus, wie zum Beispiel in Nigeria als die USA Drohnen entsendeten um die Aktivitäten der Boko Haram aufzuklären. Neben den Drohnen kamen noch ein bemanntes Aufklärungsflugzeug vom TYP MC-12 zum Einsatz und die USA entsendeten 24 Militärberater nach Abuja um die Regierung zu beraten(17). Das alles im Auftrag gegen den internationalen Terrorismus und ein markantes Merkmal dieser Politik ist es, das es sich allesamt um Kriege mit einer langanhaltenden niedrigen Intensitätsstufe handelt oder anders ausgedrückt: dem sogenannten Fourth Generation Warfare (18). Was mich persönlich an einen Artikel von John Pilger erinnert, in dem er schrieb:

Wie zur Zeit des Kalten Krieges müssen sich westliche Journalisten und die Volkskultur die Aufgabe teilen, den Heiligen Krieg gegen das „bedrohliche Spektrum“ des islamistischen Extremismus zu rechtfertigen, genau wie einst die falsche „rote Bedrohung“ einer kommunistischen Weltverschwörung.(18)

Fast kommt es einem so vor, das dieser sogenannte Krieg gegen den Terrorismus eigentlich der Dritte Weltkrieg darstellt, wenn man sich einmal ansieht an welchen Stellen auf unseren blauen Planeten sich dieser Krieg abspielt ist es nahezu naheliegend davon aus zugehen, denn dieser von den USA initiierten Krieg spielt sich vom Nahen Osten über Afrika bis nach Süd-Ost-Asien ab und es sind nahezu zwei Milliarden Menschen auf die eine oder andere Weise davon betroffen.

(1)http://usa.usembassy.de/etexts/docs/ga1-092001d.htm

(2)http://www.pmel.noaa.gov/acoustics/sosus.html

(3) http://www.faqs.org/espionage/Re-Se/Satellites-Spy.html

(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Krajina-Serben#Die_Krajina-Serben_w.C3.A4hrend_des_Kroatienkrieges_1991_bis_1995

(5)http://lernportal.the-unwanted.com/lernstation/files/6/1136372847.pdf

(6)http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Irak/powell3.html

(7) http://www.geschichteinchronologie.ch/as/irak/der-befreite-Irak.html

(8) http://othes.univie.ac.at/25753/1/2013-01-30_0206378.pdf

(9)http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/USA1/westpoint.html

(10)http://www.washingtonpost.com/sf/investigative/2014/06/20/when-drones-fall-from-the-sky/?hpid=z1

(11) http://www.af.mil/AboutUs/FactSheets/Display/tabid/224/Article/104469/mq-1b-predator.aspx

(12) http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-03/kony-2012-invisible-children-kritik

(13) http://de.wikipedia.org/wiki/Lord%E2%80%99s_Resistance_Army

(14) http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=7199

(15)http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=6113

(16) http://en.wikipedia.org/wiki/War_in_Somalia_(2006%E2%80%9309)

(17) http://www.amerikareport.de/2014/05/14/514-drohnen-suchen-nach-nigeria-madchen/

(18) http://smallwarsjournal.com/jrnl/art/the-end-of-the-peace-of-westphalia-fourth-generation-warfare

(19) http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=10604

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