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MH-17 Teil 3

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

MH-17 Teil 3

Die Propagandaschlacht geht unvermindert weiter um den Absturz den Malaysian Airlines Fluges MH-17. Während sich die europäische Presse fast schon im Kriegszustand befindet urteilet die asiatische Presse wesentlich differenzierter, sondern berichtet eher sachlich über das Geschehen. Die Times of India am 20.Juli lässt auch den australischen Ministerpräsidenten zu Wort kommen, dieser gab sich laut der eitung sehr konstantiert, gibt aber keiner Seite die Schuld sondern: Australian Prime Minister Tony Abbott said the crash site was "absolutely chaotic" as he sought to recover 28 bodies of his compatriots killed in the disaster. "My fear is that Russia will say the right thing, but that on the ground interference with the site, interference with investigators, interference with the dignified treatment of bodies will continue," he said. (1)

Die Reaktionen in Malaysia sind naturgemäß heftiger so beschwert sich der Gesundheitsminister Datuk Seri S Subramaniam über die mangende Unterstützung durch die Behörden der Ukraine und Russlands: "Ukrainian and Russian authorities owe it to us to provide support for our safe participation," said Subramaniam, so die in Kuala Lumpur erscheinende The Star(2). Auch hier geht man auf den Vorwurf ein das die Maschine eine Kriegszone überflogen hat: According to Flightradar24, an online flight-tracking service, 66 other carriers flew hundreds of times in the area where MH17 was shot down in the last week. (3) Singapore Airlines hat sich sogar offiziell entschuldigt, weil sie auf ihrer Facebook Seite die Meldung verbreitete das sie schon seit längerer Zeit den ukrainischen Luftraum meidet. Wie der The Malaysian Insider berichtet sollen sowohl der Außenminister und der Verteidigungsminister nach Kiew und Moskau entsendet werden, aber auch hier keine eindeutige Schuldzuweisungen. Man will eher den Einfluss Moskaus nutzen um eine Ermittlung zu forcieren(4). Die Berichterstattung in Malaysia selber scheint eher nüchtern und eindeutige Schuldzuweisungen werden sehr distanziert wiedergegeben, wie beim Artikel: Evidence points to rebels with Russian missiles downing MH17, says The Guardian (5).

Im benachbarten Singapur herrscht eine einer nüchterne Berichterstattung über den Absturz des Flugs MH-17. In allen größeren Nachrichtenportalen, wie The BusinessTimes oder Asia One, werden Nachrichten weitergegeben, ohne diese jedoch zu kommentieren.

Auf den ebenfalls betroffenen Philippinen gibt man größtenteils die Sichtweise der USA wieder, wobei Kommentare wie in Europa eher Fehlanzeige sind. Der Philippine Inquirier startet zwar in der Sonntagsausgabe mit der Headline, US: Russia behind Crash, belässt es aber bei der Berichterstattung aus dem Weißen Haus. Vielmehr aktuell auf den Philippinen ist das Thema der Arbeiter in Libyen, die von der Regierung aufgefordert wurden heimzukehren, da die Sicherheitslage in Libyen sich drastisch verschlechtert hat, was nun wiederum kein Thema in den europäischen Medien zu sein scheint(6).

(1)http://timesofindia.indiatimes.com/world/europe/Anger-grows-towards-Russia-over-MH17-crash/articleshow/38723331.cms

(2) http://www.thestar.com.my/News/Nation/2014/07/20/MH17-crash-Subra/

(3)http://www.thestar.com.my/News/Nation/2014/07/20/MH17-crash-Singapore/

(4)http://www.themalaysianinsider.com/malaysia/article/hisham-muhyiddin-should-go-talk-to-russia-says-guan-eng

(5)http://www.themalaysianinsider.com/malaysia/article/evidence-points-to-rebels-with-russian-missiles-downing-mh17-says-the-guard

(6)http://www.inquirer.net/?page-one=july-20-2014

(7) http://globalnation.inquirer.net/108184/mandatory-evacuation-for-filipinos-in-libya-ordered

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