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Meeresspiegelanstieg von 12 bis 22 Metern bei 2 Grad dauerhafter Erderwärmung

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Die Anzeichen verdichten sich immer mehr das wir es zur Zeit nicht mit einem temporären Klimazyklus auf der Erde zu tun haben. Die Erwärmung die sich in dem Zeitraum der letzten 40 Jahre abzeichnet, ist selbst für historische Verhältnisse relativ kurz, hinzu kommt der enorme Ressourcenverbrauch den unsere Konsumgesellschaft hat. Immerhin verbrauchen wir immer mehr Rohstoffe, der Abdruck den der Mensch auf dem Planeten hinterlässt ist heute bereits so gravierend, wobei nur die Hälfte der Menschheit von diesem wirtschaftlichen Aufschwung profitieren würde, denn immerhin erwirtschaften 2010 nur 8 % der Weltbevölkerung ca. 49% des Welt Bruttosozialproduktes.

Nimmt man einmal das Winterende und Frühlingsanfang des Jahres 2012. Ein Hochdrucksystem über der östlichen Hälfte der USA und Kanadas schaufelte warme Luft weit gen Norden und brachte dem nördlichen mittleren Westen der USA, den Great Plains, Temperaturen von ca. 26 ° C vom 13. bis 19. März. Am 21. März meldet Ham Weather das die Wärmerekorde an 1. April 1952 Stationen gefallen sind, für den jeweiligen Vergleichstag (1).

Auch über Kanadas erwärmte sich die Luft teilweise von Manitoba bis Nova Scotia auf über 20 °C über den sonst üblichen Temperaturen im März. In Winnipeg wurden Temperaturen von 25°C erreicht. Der bisherige Wärmerekord der Stadt wurde im März 1938 mit einer Temperatur von 18.9 ° Celsius gemessen. (2)

Der Nationale Wetterservice der USA (NOOA) meldete für Chicago am 8 Tagen Temperaturen von 26.6 °C. Der bisherige Hitzerekord von 31 °C wurde am 29.März 1986 aufgezeichnet. Jedoch ist der März 2012 der wärmste je aufgezeichnete. Die bisherigen wärmsten waren der März 1910 und 1945 mit einer Durchschnittstemperatur von 10 °C in den ersten 21 Tagen, der jetzige März erreicht hingegen 12 °C und die Wettervorhersage der NOOA gibt an, das das warme Wetter anhalten soll. (3)

Ungewöhnlich war auch der Winter an der Ostküste der USA, wie die National Science Foundation mitteilte war der Winter sehr schneearm in der Region, die ersten großen Schneefälle wurde erst Anfang März registriert. Der Nordosten der USA, in dem auch der ehemalige olympische Wintersportort Lake Placid liegt, gilt für gewöhnlich als sehr Schneereich. Auf dem schneereichen und windigsten Berg der USA, dem Mount Washington, liegt für gewöhnlich bis in den Juli hinein Schnee. Diesen Winter fiel jedoch kaum Schnee auf dem Berg. (4)

Wie die National Scientice Foundation der USA am 19. März mitteilte, wurden an der Rutgers Universität, New Jersey, Untersuchungen der Meeresspiegelhöhe vor 2.7 bis 3.2 Millionen Jahren untergenommen. Dies war ein Zeitraum in dem die globalen Temperaturen 2 Grad über den globalen Temperaturen der heutigen Zeit lagen, die Wissenschaftler wollten herausfinden wie hoch der Meeresspiegel steigt, bei einer dauerhaften 2 Grad Klimaerwärmung. Die Wissenschaftler unter Leitung Prof. Kenneth G. Miller entnahmen in Virginia, Neu Seeland und auf dem Eniwetok Atoll (Marshall Inseln) den Sediment- und Gesteinsschichten Bohrkernproben, die Aufgrund ihrer Schichtung und Zusammensetzung eine Aussage über die Konzentration der Treibhausgase, Temperaturen und der Meeresspiegelhöhe zulassen.

Für den Zeitraum 2.7 bis 3.2 Millionen Jahren ermittelten die Wissenschaftler, das der Meeresspiegel 12 bis 22 Meter über dem heutigen Meeresspiegel lag. Damit stellen die Wissenschaftler den bis heute angenommenen Wert von einem bis sechs Meter bei einer Erwärmung von 2 Grad komplett in Frage. Richard Lane, Leiter der Abteilung Erderkundung bei der National Scientice Foundation, erklärte : Der Unterschied in dem Volumen ist das Äquivalent des Abschmelzens des gesamten Grönlandinlandeises und des westantarktischen Eisschildes, sowie einigen Teilen des ostantarktischen Eisschildes. Solch ein Anstieg der modernen Ozeane würden die Küsten der Welt überfluten und somit die Lebensgrundlagen von 70 Prozent der Weltbevölkerung beeinflussen.

Aufgrund der alarmierenden Ergebnisse der Untersuchungen, das die Wissenschaftler komplett überraschte, stoßen bereits weitere Wissenschaftler zur der Forschungsgruppe der Rutgers Universität, um weltweit weitere Untersuchungen anzustrengen.

Das von der Europäischen Union und der Deutschen Regierung, unter Angela Merkel, erklärte Ziel die langfristige Klimaerwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, dürfte sich als nicht mehr ausreichend erweisen und sehr viel drastischere Schritte erforderlich machen als bisher geplant. Allein in Deutschland lebten in den niedrig gelegenen Bundesländern ca. 15 Mio. Menschen, im Jahre 2011. Zur Beruhigung der heute Lebenden sagte Richard Lane : Sie brauchen nicht Ihre Strand Immobilien gleich zu verkaufen, da das Abschmelzen der großen Eisschilde Jahrhunderte bis Jahrtausende dauern kann.

An den Ergebnissen der Studie kann man aber sehen welch langfristige Auswirkungen das heutige handeln der Menschheit hat. Allein das Kohlendioxid hat eine durchschnittliche Verweildauer von 200 Jahre in der Atmosphäre, je nachdem auf welche Weise es wieder zurück in die Landmassen oder Ozeane gelangt.

Kein Grund zur Beruhigung bieten die Ergebnisse der Untersuchungen zur Eisdicke auf dem arktischen Ozean, die die NASA am ersten März veröffentlichte. Die Untersuchungen, die mit Hilfe des Satelliten Nimbus-7 des Pentagon durchgeführt wurden, ergaben das die Dicke des Eises in den letzten dreißig Jahren drastisch zurückgegangen ist. Die Stärke des Eises ist entscheidend für die Eisbedeckung des Ozeans in den Sommermonaten. Die Ergebnisse ergaben, das die Stärke des Eises um 13,5 bis 18 Prozent pro Dekade abgenommen hat. Die Daten von Nimbus-7 ergaben das im November 2011 sich Mehrjahreseis nur noch nördlich von Grönland und westlich der nördlichen Kanadischen Inseln ermittelt werden konnte. Zum Vergleich im November 1979 bedeckte Mehrjahreseis ein Fläche die bis zum sibirischen Festland und Alaska reichte. Dies bedeutet einen Rückgang des Mehrjahreseises um 55 Prozent in 32 Jahren.

Wenn der jetzt ermittelte Trend des Rückganges des Mehrjahreseises anhält, dürfte der arktische Ozean wesentlich früher im Sommer eisfrei sein, als dieses in den bisherigen Projektionen dargestellt wurde. Bisher ging man von der 2040. Dekade aus, bis dieser Zustand in den Sommermonaten erreicht ist. Auch die Eisbedeckung des Winters 2011/12 gab kein Anlass zur Freude. Zwar dehnte sich das Eis im Winter 2011/12 auf einer Fläche von 15,24 Millionen km² aus, was jedoch einen Rückgang von 15% bedeutet. Das Eis hatte dabei aber nur noch eine durchschnittliche Dicke von 10-30 cm, so das schon zu befürchten war, das dieses neue Eis sehr schnell wieder schmelzen wird, in den wärmeren Sommermonaten wie sich im August auch bestätigte. Auch wurde im Sommer 2012 bekannt das die Grenze der in den borealen Regionen die Schneeschmelze um ca. 850 Kilometer weiter nach Norden verschoben hat, als noch im Vergleichzeitraum 1972-1979.

Bis 2001 verschob sich die Schneeschmelzgrenze um ca. 30 km pro Jahr weiter nach Norden, seit 2001 rast sie nahezu um 60 km pro Jahr nach Norden, dabei bleiben die Zustände in Grönland unberücksichtigt. Im August 2012 berichtete die NASA das die Nordwestpassage dieses Jahr wieder nahezu eisfrei ist, außerdem wurde im August ein sehr starker arktischer Sturm beobachtet, der das schwache Meereis zusätzlich schwächte. 2005 wurde zum Beispiel der bis dahin niedrigste Wert der Eisfläche im arktischen Ozean mit 4,09 Mio. km² Quadratkilometer beobachtet. 2006 waren es 4,03; 2007 2,92; 2008 3; 2009 3,42; 2010 3,07 und 2011 2,9 Mio. Quadratkilometer. Pessimistische Schätzungen für 2012 gingen von ca. 2,5 bis 2,7 Mio. km² aus, jedoch erreichte es 3,413 Mio. km². Im Jahr 2013 erholte sich zwar die Fläche der Eisbedeckung auf 5,101 Mio. km², jedoch die durchschnittliche Eisdicke nahm ab. Wie die Informationsplattform des National Snow and Ice Data Center der USA im Juni 2014 mitteilte nahm die Eisbedeckung mit einer Rate von 78.900 km²/Tag ab. Zusammenfassend lässt sich sagen, die Wissenschaftler aus den USA, Deutschland und Russland gehen davon aus das die Regionen der Arktis und die Antarktis seit den letzten 3 Mio. Jahren die wärmste Klimaphase erlebt.

(1')http://mapcenter.hamweather.com/records/7day/us.html

(2) http://www.ottawacitizen.com/technology/March+mildness+Canada+upstaging+winter+that+wasn+Environment+Canada/6326474/story.html

(3)http://www.crh.noaa.gov/news/display_cmsstory.php?wfo=lot&d=80740&source=0storyi

(4)http://www.nsf.gov/discoveries/disc_summ.jsp?cntn_id=123363&WT.mc_id=USNSF_1

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