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Lyme-Borreliose

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

Ich habe gerade auf der Webseite der National Science Foundation einen interessanten Artikel über die Lyme-Borreliose gelesen. Beim lesen wurde mir wieder einmal etwas klarer, welchen Einfluss der Mensch auf unsere Umwelt hat und welche Rückkopplung dieses wiederum auf den Menschen hat. Ich hatte zwar noch keine Borreliose, aber was nicht ist kann ja noch werden. Das Interview mit Rick Ostfeld der an dem Cary Institute of Ecosystem Studies in Millbrook, New York arbeitet findet man als Anhang.

Die Studien von Ostfeld sagen auf jeden Fall aus, das nicht nur der Klimawandel die Ausbreitung der mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi infizierten Wirtstiere, der Zecke, begünstigt sondern auch die Fragmentierung der Wälder, durch die zunehmende Urbanisierung, was mir persönlich etwas neu war. Ostfeld meint: Wenn Menschen die Wälder durch die zunehmende Urbanisierung fragmentieren, begünstigt man die Bedingungen, zur Ausbreitung der Lyme-Borreliose.

Der Hintergrund ist wohl, das Zecken und mit ihr das Bakterium ursprünglich einmal fast nur in Wäldern vorkamen, jedoch durch die Zersiedelung der Waldregionen neue Möglichkeiten fand sich auszubreiten. Ein beliebtes Angriffsziel für Zecken sind Mäuse und andere kleine Säugetiere, breiten sich Mäuse in menschlichen Ansiedlungen aus nimmt anscheinend auch die Zahl der Erkrankungen durch Borreliose beim Menschen zu, da die Zecken nach ihrem Blutfestmal sich von der Maus trennt und ihre Eier legt. Steigt die Anzahl der Mäuse nimmt dem entsprechend auch die Anzahl der Zecken zu. Erstaunlich ist auch das männliche Mäuse länger überleben, je mehr Zecken sie haben. Da wir durch die Urbanisierung gleichzeitig die Mäuse jagenden Räuber, wie Eulen, Wildkatzen usw. in unserem Umfeld zurückgedrängt bzw. verdrängt haben ist eine natürliche Begrenzung der Mäusepopulationen nicht mehr gegeben.

Das legt auf jeden Fall den Schluss nahe, das wir da ein echtes Problem haben und nur durch ein besseres Monitoring in den Griff kriegen werden.

credit: National Science Foundationcredit: National Science Foundation

credit: National Science Foundation

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