Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Globaler Krieg gegen den Terrorismus

Veröffentlicht am von Gerald Tauber

In diesem Post geht es um die "Globalen Krieg gegen den Terrorismus" der offiziell nach dem 11. September 2001 von Georg Walker Bush denjenigen Gruppen erklärt wurde, die aus offizieller Sicht der USA eine Gefahr für ihre eigene Sicherheitsinteressen sind, selbstverständlich gehört dazu die Al-Quaida. Wobei was sind die US-Sicherheitsinteressen eigentlich? Wenn man der allgemeinen Diktion folgt die die USA seit Jahrzehnten verbreiten soll es sich dabei um einen Mix aus Menschenrechtsfragen, Geopolitik und wirtschaftlichen Interessen gehen.

Sicherlich die USA sind bei den Menschenrechten nicht gerade führend auf der Welt, auch wenn das nach Außen immer so suggeriert wird. Allein an der Südgrenze der USA kommen jedes Jahr mehr Menschen beim zwar illegalen Grenzübertritt ums Leben als in den 40 Jahren der deutschen Teilung an der innerdeutschen Grenze, ja sie verdursten oder verhungern einfach, anscheinend ist dieses ein Menschenrecht, aus US-Sicht. Die USA und der gesamte Westen eigentlich haben erhebliche Defizite im Umgang mit den positiven und auch den negativen Menschen- und Freiheitsrechten, besonders beim Recht auf Selbstbestimmung der Völker hapert es massiv. Wenn man sich die offiziellen Gründe für die Kriege in Afghanistan, Irak und Libyen außen vor lässt, bekommt man eher zum Eindruck das man es mit einer sehr defizielen Gemengelage zu tun hat, die nun wieder recht wenig mit den Menschenrechten oder der Sicherheit des Westens oder der USA zu tun hat. Sicherlich im Irak und Libyen ging es auch um Erdöl, aber nicht nur. Der Irakkonflikt von 2003 bis heute diente auch dazu, die Rohstoffreserven der Region neu aufzuteilen bzw. vor allem sich den Zugriff auf diese zu sichern, aber genauso den Iran zu isolieren, die Position Israels zu stärken in der Region, Verhinderung und Schwächung der sich damals bereits abzeichnenden Unabhängigkeits- und Demokratiebewegungen in der arabischen Welt und der Stärkung der alten Machtstrukturen. In Libyen ging es noch zusätzlich um die Ausschaltung des Machtfaktors Gadaffi, der einen bedeutenden Einfluss in Afrika gewonnen hatte und den Afrikanischen Staaten zu einer größeren Unabhängigkeit verhalf, zusätzlich ging ebenso um die Schwächung des von der Afrikanischen Union ins Leben gerufenen Afrikanischen Währungsfonds (AWF), Libyen gehörte zu den großen Geldgebern und dieser AWF hatte eine recht selbstbewusste Politik gegenüber dem IWF betrieben und zusätzlich wollte man den Einfluss Chinas in Afrika vermindern. Wie man sieht sind die Gründe recht vielfältig.

Israel zum Beispiel wird eigentlich aus mehreren Gründen so massiv unterstützt vom Westen, aber bestimmt nicht aus einer wie auch gearteten moralischen Verantwortung aufgrund des Holocausts. Erstens dient die Sicherheit Israels dem Westen prinzipiell nur als Vorwand. Es wird einfach der israelisch palästinensischen Konflikt dazu genutzt um einen permanenten Unruheherd zu schaffen und den Konflikt auf einer niedrigen Intensitätsstufe zu halten um politischen Einfluss zu gewinnen oder zu festigen in der Region. Ohne diesen Dauerkonflikt und die Politik der Regierungen Israels im Umgang mit seinen Nachbarn macht die Region erst zu dem Pulverfass die sie zur Zeit nun mal ist. Ohne diesen Konflikt könnte der Westen, China und Russland nicht ihre Waffenverkäufe tätigen um zusätzlichen politischen Einfluss zu gewinnen. Frei nach den Ferengi-Erwerbsregeln 34 und 35: Frieden ist gut für den Profit, Krieg ist gut für den Profit, Panzer an X verkaufen, Panzerabwehrwaffen an seinen Nachbarn Y verkaufen. Israel zählt zu den Hauptstützen der Politik des Westens um die Diktaturen in der Golfregion zu stabilisieren und Israel dient dem Westen dazu den Zugang zum Suezkanal zu sichern, wie sich 1956 und 1967 zeigte, als sich ein selbstbewusstes Ägypten zuviel Freiheiten herausnahm, abgesehen davon stimmt es nicht wie oft kolportiert wird, das Ägypten internationales Völkerrecht gebrochen hätte als es den Suezkanal und die Straße von Tiran für israelische Schiffe gesperrt hatte, da Ägypten die Seerechtskonvention erst in den 1990er Jahren unterschrieb. Der israelisch palästinensische Konflikt dient ebenfalls dazu die Demokratiebewegungen in den arabischen Staaten als primär islamitisch zu diskreditieren, alte Machtstrukturen, die bisherigen Einflusssphären zu erhalten und wenn es um örtliche Konflikte mit der christlichen Minderheit geht, die arabischen Demokratiebewegungen als intolerant und gar antidemokratisch zu bezeichnen, um dann einen christlich muslimischen Konflikt zu erfinden, wie das Beispiel Ägypten zeigt. Wie allein schon die Bilder bei Niederschlagung der Demonstrationen in den christlichen Vierteln gezeigt haben, waren es die Sicherheitskräfte die dem Militärrat unterstehen, die brutal gegen die Demonstranten vorgingen.

Wenn man sich die Aussage der US-Außenministerin Hillary Clinton anhört: „Wir unterstützen das Streben der arabischen Völker nach Demokratie.“ Dann entspricht das genau dem was gemeinhin als Desinformation oder etwas platter als Lüge bezeichnen kann, denn wo war denn die Unterstützung der Demokratiebewegungen in Ägypten, Bahrein, Syrien, Saudi Arabien, Katar oder Libyen? Sie war gar nicht vorhanden, in Ägypten nötigte man zwar Mubarak zum Rücktritt, ab da übernahm der Militärrat die Macht und dieser zementierte vorerst die alten Machtstrukturen, in dem man die Verfassung vor den Wahlen 2012 änderte, so das das Parlament und der neue Präsident eigentlich nur Stafagen sind, sie können zum großen Teil gar nichts entscheiden ohne die Zustimmung des Militärrates und das ägyptische Militär wird nun mal zum Teil von des USA und anderen westlichen Staaten finanziert, fällt diese Unterstützung aus bröckelt auch dessen Machtbasis.

In Bahrein und Saudi Arabien wurden die Demokratiebewegungen der Einfachheit halber zusammengeschossen und das unter den Augen des US-Militärs. In Bahrein befindet sich des Hauptquartier der 5. US-Flotte und im nördlichen Saudi Arabien sind US Truppen stationiert um die Ölquellen zu schützen. Da müssen die Worte von Hillary Clinton wie Hohn wirken als sie den Demonstranten zusicherte „Ihr seid nicht allein. Wir stehen an eurer Seite“. Auf der Webseite des Bundesaußenministeriums der Bundesrepublik Deutschland war auch Thema Bahrein zu lesen: „Abschluss einer polizeilichen Aktion, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung.“ In Syrien und Libyen bediente sich der Westen teilweise Gruppen die man im Irak und Afghanistan angeblich bekämpft, gemeint sind die Gruppen die im Westen zusammenfassend als Al-Qaida oder Dschihadisten bezeichnet werden. Diese gewaltbereiten Gruppen drückten die Demokratiebewegungen, die es gab und gibt, an die Wand und marginalisierten diese in zunehmender Weise in der öffentlichen Wahrnehmung. Da gibt es anscheinend eine unausgesproche Übereinstimmung in den Zielen des Westens und diversen Al-Qaida Gruppierungen. Aus dieser Sicht gesehen könnte man diese Gruppierungen als stille Kampfreserve des Westens betrachten und interessanter Weise waren bis zur Ermordung Ghadaffis täglich hunderte von Pressemeldungen über Libyen zu lesen, danach entschwand Libyen aus der Presselandschaft und wenn es welche gab, wurde teilweise nur noch positiv über den Zustand des Landes berichtet.

Faktisch keine Erwähnung fand das sich mehrere zehntausende von libyschen Staatsbürgern auf der Flucht befinden (sie haben die falsche Hautfarbe und Stammeszugehörigkeit), das in Libyen Milizen die Territorien unter sich aufgeteilt haben, das Willkür, Folter und Entführungen exorbitant zugenommen haben, man muss sich nur mal die Mühe machen und die Berichte von Amnesty International lesen, dieses erfährt eine breitere Öffentlichkeit prinzipiell schon mal nicht. Auch wird im allgemeinen kein Zusammenhang zwischen Libyen und den Bürgerkriegen in Mali, Niger und dem Tschad hergestellt, dieses obwohl dieser offensichtlich besteht. Denn da kämpft wieder die stille Kampfreserve des Westens, Al-Quaida und die Dschihadisten. Nun ist es 13 Jahre her, dass Präsident George Walker Bush, oder besser gesagt sein Redenschreiber die Phrase von der „Achse des Bösen“ prägte und seltsamer Weise wird diese Liste, die den Iran, Irak, Syrien, Libyen, Kuba und Nordkorea beinhaltete, Stück für Stück abgearbeitet, selbst unter dem Friedensnobelpreisträger Obama geht das so weiter. Nun sind wir bei Syrien angelangt, wobei die Sache sich anscheinend schwieriger gestaltet als es die Strategen zuvor angenommen haben, da Assad bei den Syrern anscheinend immer noch einen großen Rückhalt hat, welchen prozentualen Anteil diese Unterstützer ausmachen weis niemand, aber er scheint nicht allzu klein zu sein. Der Bürgerkrieg in Syrien der seit März/April 2011 am köcheln war, eskalierte erstaunlicher weise erst dramatisch nachdem das Thema Libyen abgehakt werden konnte. Wenn man Wesley Clark glauben schenken kann haben wir es wieder mit Teilen der stillen Kampfreserve Namens Al-Quaida und den Dschihadisten zu tun, die den Konflikt zuerst radikalisierten. Wenig erstaunlich ist es dann auch, das jeder Ansatz eine innersyrische Lösung zu finden, zurückgewiesen wird sowohl von den Rebellen wie auch von Washington, London, Paris, Berlin und ihrem Alliierten Ankara. Wieder, wie in Libyen zuvor, finanzieren die Monarchien der Golfregion die Rebellen und mit westlicher Hilfe wird die materielle Unterstützung der bewaffneten Gruppen sicher gestellt, die über die letzten 16 Monate hinweg eine Kampagne, die eher an die Methoden der terroristischen Subversion im Irak ähnelt, betreiben, die der Westen in Afghanistan als besonders grausam empfindet, besonders wenn westliche Truppen und Diplomaten Opfer dieser Anschläge werden, aber anscheinend heiligt der Zweck die Mittel. Die Rechtfertigung des Westens für die Einmischung in Syriens innere Angelegenheiten besteht in Beschuldigungen der syrischen Regierung aufgrund von Menschenrechtsverletzungen. Wie auch immer, der Abschlussbericht der Beobachterkommision der Arabischen Liga (erschien im Februar 2012) besagt, dass die Rebellen die Menschenrechte um nichts mehr respektieren als die syrische Regierung. Die Rebellen foltern, ermorden Gefangene und beschießen Demonstrationen genauso und entführen zusätzlich Leute, die dann ihren Beitrag zum Kampf gegen das Regime zu leisten haben, durch Zahlung eines Lösegeldes. Auch wenn das die Abteilung für Menschenrechte im US Außenministerium, namens Human Rigths Watch, dieses wohl anders sieht. Besonders die angewande Sprache, z. B. derer von Hillary Clinton macht mich immer wieder stutzig, erinnert sie doch an jene geistige Haltung die man eigentlich schon längst überwunden zu haben glaubte, dem Imperialismus, der bekanntlich auf der Basis teile und Herrsche und dem Prinzip „und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt“, funktionierte. Vollkommen unklar ist bis heute wer der syrische Nationalrat ist, wen und welche Interessen er vertritt, und aus welchen Kräften sich die freie syrische Armee zusammensetzt? Beide behaupten ja das syrische Volk zu vertreten und interessanter Weise wehrt sich ein Teil dieses Volkes nur dagegen. Mal ganz nebenbei nichts rechtfertigt den Blutzoll, den die Libyer und Syrer zahlen mussten und müssen. Aber in der Logik des Krieges ergibt sich aus Sicht der freien syrischen Armee auch: Jeder Tote bringt materiellen und ideellen Gewinn, teilweise Ansehen, Unterstützung und Kriege, Bürgerkriege im speziellen, sind ein Bomben Geschäft mit der Illegalität des Legalen. Aus Sicht des syrischen Nationalrates und seiner Verbündeten, also dem Westen, ergibt sich: Jeder Tote bringt materiellen und ideellen Gewinn, teilweise Ansehen, Unterstützung, man muss die Toten nur entsprechend medialisieren als das schmerzvolle Opfer des eignen Kampfes darstellen, ein absolutes Feindbild damit aufbauen das es dann heißen kann nur ein totaler Sieg auf ganzer Linie rechtfertigt diese Opfer. Besonders wenn man selber bestimmt wer der Täter war, wie bei jenem Massaker von Hula, bei dem es sofort hieß die Milizen des Assad, obwohl der eine Armee hat, hätten es begangen.

Spätere Zeugenaussagen widerlegten diese Aussage und welche Rolle die Ermittler der UN hatten bleibt dabei vollkommen unklar, der UN-Menschenrechtsrat schrieb dazu: die Syrien-Untersuchungskommission könne nicht die Identität derer bestimmen, die das Massaker verübt hatten. Sie befand eine Verantwortung von Regierungsgegnern für unwahrscheinlich, befand aber gleichzeitig dass regierungstreue Kräfte für viele der Todesfälle verantwortlich sein könnten. Also wenn man nicht die Identität derer bestimmen kann die für das Massaker verantwortlich sind, kann man auch nicht behaupten das die Regierungstruppen oder regierungsnahe Milizen für viele der Todesfälle verantwortlich sein könnten, die Betonung liegt auf könnten, die Medialisierung der Opfer wird durch den UN-Menschenrechtsrats sogar noch auf die Spitze getrieben da jetzt, da jetzt eine Vorverurteilung stattfindet durch die Unbestimmtheit in der Aussage selber und die durch die zeitliche Nähe zum Ereignis besonders einprägsam ist. Andere Zeugenaussagen, die keinen Eingang in das UN Dokument fanden besagen, das die freien syrische Armee für das Massaker verantwortlich gewesen war und da die Toten sowohl zur alawitischen Minderheit von Hula und zu einem beduinischen sunnitischen Clan der sich nicht den Regierungsgegnern anschließen wollte zählten. Die Wahrheit wird wohl in der Mitte liegen und bestätigen das die Mehrzahl von Toten in Kriegen, Zivilisten sind, angenommen wird die Anzahl von über 90 Prozent. Falls jemand Angst hat vor islamistischen "Dschihadisten" die die westliche Zivilisation bedrohen, nur keine Panik, die waren eigentlich schon immer in der arabischen Ländern beschäftigt, wie Studien der Westpoint Akademie zum Thema islamitisch motivierte Anschläge eigentlich zeigten.

Den Anspruch den die Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Verbündeten haben, der seit nahezu 200 Jahren Medienwirksam vermarktet wird, sich für Menschenrechte und Demokratie einzusetzen, das Selbstbestimmungsrecht der Völker zu respektieren und den Bürgern eines jeden Staates außerordentliche Freiheiten zu bieten, werden sie bei weitem nicht gerecht. Washingtons Anspruch und die unverblümte Realität stehen sich jedoch so extrem diametral gegenüber, das man eigentlich von einer bewusst Desinformation über die Absichten der US-Regierungen ausgehen kann, denn Fakten und Taten sprechen mehr als Worte. Vertreter der Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und sämtlicher anderer westlicher Staaten kritisieren routinemäßig andere Staaten, diese seien undemokratisch und verletzten die Menschenrechte, das stimmt auch weitestgehend alles, nur es wird die eigne Rolle weitestgehend nicht reflektiert. Die Regierungen in Washington klagen unter anderem andere Staaten an, wegen Menschenrechtsverletzungen, praktizieren aber gleichzeitig selber Methoden in dem Menschen ohne Prozess verschleppt oder getötet werden und in dem sie seit fast zehn Jahren ohne Anklageerhebung eingesperrt sind und gefoltert werden können. Der Westen unterstützte Saddam Hussein sehr massiv bis 1990, incl. der Giftgasangriffe auf die kurdischen Regionen, er wurde ja nicht deswegen fallengelassen, nein weil er Kuwait überfiel und sich der Ölquellen bemächtigen wollte um seine Schulden zu bezahlen, dies stellte eine ernstzunehmende Gefahr für die Hegemoniebestrebungen der USA und dem Westen in der Region dar. Usama bin Ladim und seine Organisation wurden mit Unterstützung der CIA aufgebaut, ebenso wie die Taliban von Pakistan, unter Zustimmung eines gewissen Bill Clinton.

Mal ganz abgesehen von der indigenen Bevölkerung Nordamerikas, den Indianern, denen die US-Amerikaner erst die Zivilisation brachten, wusste schon Mark Twain zu berichten das auf den Philippinen von 1898-1912/16 durch US Truppen 1 bis 1,5 Mio. Menschen getötet wurden, als Zeichen der Anerkennung für diese heroische Tat wurde General Pershing achtzig Jahre später postum zum Vorkämpfer für Frieden, Wohlstand auf den Philippinen und der grünen Bewegung in Deutschland erklärt. Die atomar bestückte Pershing II war in Deutschland doch besser bekannt, als die Grüne mit dem Biokopf.

Die USA finanzierten Foltergefängnisse, schulten und bewaffneten die Todesschwadrone, die in El Salvador, Honduras und Guatemala unterwegs waren und sich wahrlich für die Gesundheit der dortigen Bevölkerung einsetzten. Aber gleichzeitig förderten sie unablässig die Unterdrückung der Demokratiebewegungen in Lateinamerika während des gesamten 19. und 20. Jahrhunderts, es hieß ja ganz offiziell bis in die 1990er Jahre, Lateinamerika sei der Hinterhof und Quasikolonie der USA. Die USA mit ihrem hehrem Anspruch Demokratie zu verbreiten und die Menschenrechte zu fördern finanzierten zuerst und beteiligten sich später am Krieg in Südostasien von 1946 bis 1975, wahrscheinlich bis zu 6-8 Mio. Tote, und dessen Folgen bis heute in den Ländern spürbar ist, selbstverständlich waren diesen Vorgängen nicht die USA schuld, sondern die bösen Kommunisten. Denn in unserer Welt töten nur Kommunisten und der Westen befreit die Massen aus ihrem sozialen Elend, mit dem Heilsversprechen vom ewigen Wachstum. Wie können sich diese Gottlosen auch erlauben, dem Gottesstaat Christi auf Erden dem Kommunismus aufzuzwingen, wobei wohl Vietnam schon damals über 10.000 km von den USA entfernt lag, aber es gibt bekanntlich die Geotektonik und bekanntlich bewegen sich die Erdplatten. Ergo war diese Bedrohung der USA auch gar nicht so weit hergeholt, denn wie sich in Kennedys und Johnson Gehirnen damals schon visionär manifestierte wird Hanoi in 100 Mio. Jahren vor den Toren San Franciscos liegen. Um die Vietnamesen auf diese Zeit der brüderlichen Zweisamkeit vorzubereiten schickten die USA landwirtschaftliche Entwicklungsteams nach Vietnam, diese kämpften heroisch gegen das Unkraut im Regenwald an.

Im Iran 1954 oder in Chile, 1972, wurden demokratische Regierungen durch die Unterstützung der USA aus dem Amt geputscht und anschließend mehrere zehntausend anschließend durch Folter und Erschießungen einem medizinischen Vorabcheck unterzogen. Sie förderten die Gesundheit von Millionen in dem sie den Drogenanbau im Goldenen Dreieck über Jahre hinweg kontrollierten und auch dessen Verteilung. Als der Drogenabbau in Afghanistan 2001 zu erliegen kam, begann bekanntlich der Krieg dort und bis 2010 wurde Afghanistan mit großen Abstand wieder der größte Opiumproduzent der Erde. Man könnte fast den Eindruck bekommen das es bei diesem Krieg nicht um die Zukunft Afghanistans geht, sondern um die Kontrolle der illegalen Drogenmärkte, aber die Drogenökonomie ist bekanntlich auch Big Business und beim Managen des Big Business sind wir ja die größten.

Der Westen, im allgemeinen, unterstützte jahrzehntelang die Apartheidspolitik in Südafrika, ja bis die Verbündeten des Reiches des Bösen (O`Ton Reagan) die Unabhängigkeit Namibias erzwangen, was später sogar in der Abschaffung der Apartheid in Südafrika letztendlich mündete, aber aus US Sicht stellte sich die Frage, wie können sich die schwarzen Neger denn selbst befreien, dies verstieß eindeutig gegen das Sendungsbewusstsein des selbstlosen weißen amerikanischen Volkes, denn nur eine Nation auf Gottes Erden hat den Auftrag Demokratie und Menschenrechte zu verbreiten, wo kommen wir da hin wenn dieses jeder selber machen würde. Die USA und ihre Verbündeten konstruieren andauernd irgendwelche hirnlosen Kriegsgründe gegenüber anderen nicht genehmen Staaten, ob das nun 1898 gegen Spanien, über Vietnam, Grenada, Panama oder 2001 Afghanistan oder 2003 der Irak gewesen ist. Aber wie schon Ronald Reagan am 11. August 1984 sich einmal ausdrückte: Meine amerikanischen Mitbürger, es freut mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass ich ein Gesetz unterschrieben habe, das Russland dauerhaft für vogelfrei erklärt. Wir beginnen in fünf Minuten mit der Bombardierung.

Dieses zeugt wohl das die Monroe-Doktrin von 1823 immer noch Kraft sind und der Wahlspruch „Amerika den US-Amerikanern“ inzwischen etwas erweitert wurde die Welt den US-Amerikanern. Den absoluten Höhepunkt bei der Durchsetzung der Menschenrechte weltweit durch die Regierungen der USA waren dann wohl auch die Entwicklung von Folterpraktiken seit den 50er und deren Anwendung in Vietnam, El Salvador, Philippinen usw. und der weiteren praktischen Ausdehnung modernerer Folterpraktiken durch US Bürger, zuvor wurden diese Aufgaben delegiert, in Abu Ghraib, Guantánamo und den geheimen Gefängnissen der CIA, denn wenn man es richtig machen will, so eine alte texanische Weisheit, macht man es doch lieber selber. So sahen die letzten Weisheiten des Bushregimes zu den Menschenrechten aus.

Der Yes we can Friedensnobelpreisträger Barack Obama dehnte den Krieg von Afghanistan nach Pakistan aus, führt in der arabischen Region einen Drohnenkrieg, lässt missliebigen Personen das Licht ausknipsen und entscheidet jeden Dienstag im Oval Office über Leben oder Tot mit einem Federstrich. Sie gefangen zu nehmen und vor Gericht zu stellen stellt sich da nicht die Frage, anscheinend fehlen dem Obamaregime die nötigen Beweismittel, aber als notwendige Prävention bringt man jemanden einfach um, na ja das ist wohl einfacher und liegt ganz in der betriebswirtschaftlichen Manier die Kosten zu senken und es generiert eine gute Publicity, nämlich die vom sauberen Krieg. Auch verbreitet man so die christliche Heilsbotschaft, denn schließlich will doch jeder in den Himmel, gerade Muslime sind dafür bekannt.

Ja die Sache mit dem sauberen Krieg, man sieht ja keine Toten und der ganze Krieg wirkt außerdem dann auch weniger Real, eben wie ein großes Videospiel und in Videospielen tötet man keine realen Personen, sondern nur Figuren und Charaktäre. Zusätzlich unterstützt das Obamaregime aktiv die Besatzungspolitik Israels im Westjordanland, wie die Reaktion des Obamaregimes zeigte, als die UNESCO die palästinensische Autonomiebehörde als Mitglied aufnahm, sperrte man einfach die Geldmittel für die UNESCO mit dem Hinweis, die USA dürften keine Organisation finanziell unterstützen die ihrerseits terroristische Organisationen unterstützen, man könnte meinen das historische Kulturgüter ein wesentliches Element der terroristischen Bedrohung der USA und Israels darstellen. Man hatte vorsorglich schon zu Walker Bushs Regierungszeit sämtliche politischen Organisationen der Palästinenser als terroristische Organisationen gebrandmarkt, incl. einiger Unterorganisationen der Fatah. Man könnte fast den Eindruck bekommen das der Wahlwerbespruch Obamas „Yes we can“ sich nicht auf die Neuausrichtung der Sozial-, Bildungs-, Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Außenpolitik bezog, sondern auf „Yes we can weiter wie bisher“. Denn faktisch gab es außer einer Placebopolitik im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, keine größeren Änderungen, und „Yes we can weiter wie bisher“ ist ja auch eine dieser Möglichkeiten. Denn außer große Reden schwingen über Frieden und Abrüstung, führt unser Vorzeigepräsident doch wohl lieber Kriege und rüstet massiv auf. Das die Mächtigen der USA anscheinend sozialpolitische Reformen im Inland scheuen wie der Teufel das Weihwasser und das das Land der Zweiparteien Demokratie Bürgerrechte nicht allzu ernst nimmt zeigte der 17. November 2011 als 1.300 Occupy Wall Street-Demonstranten allein in New York verhaftet wurden, und dieses rein willkürlich.

Was den US-Soldat Bradley Manning betrifft, diesem wird ja vorgeworfen ein erschütterndes Video aus der Bordkamera eines US-Kampfhubschraubers der Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt zu haben und er soll an der Veröffentlichung von 700.000 Dokumenten beteiligt gewesen sein, dabei hat er nur seine staatsbürgerlichen Pflichten erfüllt, Schaden vom Ansehen der USA abzuwenden und illegale Vorgänge zu veröffentlichen, wenn es das Government nicht selber tut und wie es die Pflicht jedes Staatsbürgers der USA ist, denn Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Willkürbehandlungen von Zivilisten, willkürliche Tötung von Zivilisten, Folter, Verstümmelungen und sexuelle Gewalt gegenüber Gefangenen sind auch nach den zivilen und militärischen Strafgesetzbüchern der USA strafwürdige Handlungen, die je nach schwere der Tat, sogar mit der Todesstrafe geahndet werden können. Da Bradley Manning wegen Hochverrats angeklagt werden wird zeigt nur eines, das Recht kann in den USA genauso gebogen und aus Gründen der Staatsräson sogar gebrochen werden, wie in der UdSSR, Genosse Stalin und die eigentlich in den USA überwunden geglaubte Mc Carthy Ära lassen grüßen, denn Hr. Manning hat nur das gemacht was das Bush/Obamaregime bewusst versäumt hatten: Die Öffentlichkeit über ihre Handlungen, die Methoden der Kriegsführung und ihre eigentlichen Ziele im Krieg gegen den Terror zu informieren, denn US Regierungen sind eigentlich von der Verfassung der USA her verpflichtet, die Öffentlichkeit über ihre Handlungen und Ziele zu informieren, da Hr. Yes we can Obama der oberste Befehlshaber der US-Geheimdienste und -Streitkräfte ist gilt das auch für diese. Aber Staatsräson bedeutet bekanntlich „Grundsatz, dem zufolge oberster Maßstab staatlichen Handelns die Wahrung und Vermehrung des Nutzens des Staates ist, auch unter Inkaufnahme der Verletzung von Moral- und Rechtsvorschriften”. Das dieses in der Bundesrepublik wohl auch in Bundesrepublik gilt zeigt sich schon daran, das die BRD den Platz drei der größten Waffenexporteure der Welt innehat und das unter den Top 10 der Waffenkunden die Feudalcliquen in Saudi-Arabien, Qatar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und logischer Weise die „einzigste Demokratie im Nahen Osten“ Namens Israel gehören.

Das G36 wird geliebt, der Leopard bewundert und der Eurofigther gut subventioniert für den Export startklar gemacht. Zusätzlich sind wir führend in der Herstellung von High-Tech-Prothesen und Minenräumgeräten. Wir sind also einer der größten Systemanbieter in Sachen Krieg und dessen Folgen. Das die Sache mit dem Krieg auch ein wenig System für die Industrie hat, brauch man eigentlich nicht zu erwähnen. Als im Mai 2012 in Malaysia Teile der Regierungen Georg W. Bush und Tony Blair wegen Kriegsverbrechen während des Krieges im Irak verurteilt wurden interessierte dieses eigentlich niemanden in den „demokratischen Staaten“. Okay das war ein symbolischer Prozess, aber auch eine symbolische Blamage für den Westen, denn Tony Blair wurde 2010 in den USA für seine Verdienste für die „Befreiung des Iraks“ und seinen „besonderen politischen Fähigkeiten“, so sagte der Bill in seiner Rede, mit der Liberty Medal geehrt. Schätzungen zu folge sind während des 10 jährigen Krieges gegen den Terror weltweit 2 Mio. Menschen(1) getötet worden und ca. 6 bis 8 Mio. befanden sich 2008 auf der Flucht. Dabei spielt es keine Rolle von welcher Konfliktpartei sie umgebracht oder vertrieben wurden, den es gibt keine guten oder bösen Toten oder Vertriebene, sondern nur Tote und Vertriebene. Ganz nebenbei es gibt keine Kollateralschäden wie so oft gerne behauptet, sondern eigentlich nur bewusst in Kampfhandlungen getötete Zivilisten, denn für die westlichen Militärs ist die Auftragserfüllung eben auch ein heiliger Gral und Menschenrechte sind darin ein eher nach geführtes propagandistisches Element, um einen moralisch und ethisch sauberen Krieg öffentlichkeitswirksam zu vermarkten, eben ein gutes Big Business. Faktisch wird bei den eignen Handlungen der Koalition der Willigen eine Bagatellisierung als primäre Strategie angewendet um die Argumentationshilfen wie Rechtssaat, Moral, Ethik und Menschenrechte in den Augen der Öffentlichkeit nicht zu beschädigen. Frei nach George Orwell „Ob Handlungen gut oder böse sind, hängt nicht von den Handlungen selbst, sondern nur von den Handelnden ab…“ und so gesehen könnte man meinen das die größten Terroristen die sind, die sich selber demokratisch legitimieren lassen.

Usama bin Ladim, so sein eigentlicher Name, (Wenn man der deutschen Schreibweise folgt müsste er eigentlich aus Bayern kommen) war dagegen ein ganz kleines Licht, auch wenn er medial als Übergröße dargestellt wurde. Denn Terror wird im allgemeinen als eine unangemessene Anwendung von Gewalt, in jeglicher Form, bezeichnet. Rechtfertigt der Tod von 3.000 US-Bürgern die Spirale der Gewalt, Einschränkung von Bürgerrechten, die nahezu lückenlose Überwachung und die fast schon perverse Angstmache in Medien und von den Regierungen vor dem „islamitischen Terror“, die frappierender Weise an die „Strategie der Spannung“ erinnert, ist es nicht das was wir seit dem erleben? Der sogenannte Krieg gegen den Terrorismus ist eigentlich nichts weiter als eine „Falsche Realität“ darzustellen, auch wenn Frau Scientology Clinton bekannt gab diesen Begriff nicht mehr zu verwenden. Dieses erfordert nach Edward Bernay einen historischen Gedächtnisverlust, gezielte Desinformationen, Lügen durch Unterlassung und die Zuweisung von Bedeutung an das Bedeutungslose, wie zum Beispiel Al-Qaida. Bernay schrieb einmal: Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppendenkens verstehen, wird es möglich sein, die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern. Die Geschichte der Al-Qaida ist eigentlich relativ kurz, 1988 rief der saudische Rechtsgelehrte Azzam in der Zeitschrift al-Dschihad zur Gründung einer „soliden Basis“ (arabisch al-Qaʿida al-sulba) auf und das war es dann aber auch schon im großen und ganzen mit der diabolischen Terrororganisation. Mit al Qaida wurde ursprünglich lediglich eine Liste mit arabischen Abenteuertouristen die bin Ladim in seinem Gästehaus in Peschawar besuchten bezeichnet, die während des sowjetischen Afghanistanabenteuer geführt wurde und aus der bin Ladim später tatsächlich einige Leute für seine Terrorgruppe rekrutieren konnte.

Das war es dann auch schon, das große Geheimnis der Basis: eine Truppe registrierter Touristen die auf Kosten eines von Ronald Reagan bereitgestellten Budgets im Kampf gegen das Reich des Bösen, subventionierte Tickets Richtung Afghanistan anbot. Für den Urlaubstrip nach Peschawar wurde von Dschihad Organisatoren in den Golf-Staaten ebenso geworben, wie auch in US-Rekrutierungsbüros, von Marokko bis Indonesien. Es wurde im Grunde genommen All-Inklusive-Abenteuercamps für junge Muslime aus aller Welt aufgebaut, um das politische Weltbild zu formen und zu festigen und dies unter der Leitung des charismatischen Vollzeitideologen Usama Bin Ladim. Später als die USA sich nicht mehr für Afghanistan interessierten und bin Ladim mit seinen ehemaligen Kollegen in den USA brach wurde das was wir seit dem als Al Qaida kennen in den Büroräumen des FBI und CIA entworfen um einer Organisation einen Namen zu geben, denn der Name Mudschahedin war während der 1980er in seiner Bedeutung zu positiv besetzt worden, er stand bekanntlich im Westen für Freiheitskämpfer und soweit dieses bekannt ist verwendete bin Ladim den Namen Al Qaida bis 2001 selber nie. Da der Name Al Qaida im Verlauf von 10 Jahren Publicity trächtig mit Hilfe der Medien und sogenannter Experten als neuer Megafeind aufgebaut wurde, nehmen sich regional isoliert agierende Gruppen den Namen der vermeintlichen Megaorganisation zum Vorbild, um Aufmerksamkeit zu erregen, gegebenenfalls um Kontakte zu knüpfen, dem großen Vorbild nachzueifern, eine in den Zielen ähnliche Verbindung zum vermeintlichen Mastermind bin Ladim darzustellen und dadurch eine gewisse Legitimität vorzugaukeln bzw. sich selber, aber auch unsere Terrorismusexperten nutzen dieses, als Teil eines weltweit agierenden Netzwerkes darzustellen, um die Bedrohung auch glaubhaft darstellen zu können, um so seine Bedeutung zu überhöhen.

Hannah Arendt stellte einmal fest: "Die totalitären Bewegungen adaptieren die organisatorischen Mittel der Geheimgesellschaften, und entleerten sie gleichzeitig der einzigen Substanz, die solche Methoden rechtfertigen und zweckmäßig erscheinen lassen können, nämlich des Geheimnisses und der Notwendigkeit, es zu hüten..... Die Nazis begannen mit einer ideologischen Fiktion einer Weltverschwörung und organisierten sich mehr oder weniger bewusst nach dem Modell der fiktiven Geheimgesellschaft der Weisen von Zion." Barney schrieb hierzu in seinem Buch Propaganda: „Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist.

Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“ Auf diese Weise wurden in den letzten 20 Jahren politische Systeme, die einstmals Sicherheit, Menschenrechte, Frieden und soziale Gerechtigkeit versprachen durch permanente Bedrohungen, „Sparprogramme“ und „einen scheinbar ewigen Krieg“ schrittweise ersetzt. Der globale Krieg gegen den Terrorismus erzeugte selber einen Extremismus, der dazu gedacht ist, die bisherigen hart erkämpften Errungenschaften der verschiedenen Bürgerbewegungen wie Demokratie, Mitbestimmungsrechte, Rechtsstaatlichkeit auf lange Sicht abzuschaffen oder zumindest maximal zu minimieren. Praktisch gesehen erlaubt der Krieg gegen den Terrorismus die Schaffung eines permanenten Ausnahmezustandes, da der Terrorismus kein Staat, sondern eine Methode der Kriegsführung darstellt. Da es noch nicht einmal eine allgemein akzeptierte Definition des Begriffes gibt, ist der Begriff noch nicht einmal über eine handlungsgebunde Aktion feststellbar, sondern wird gerade durch seine Unbestimmtheit in seiner eignen Zielsetzung dem Ziel beraubt. Somit ergibt sich zwangsläufig das die Strategen, wahrscheinlich sehr bewusst, einen ewigen Ausnahmezustand geschaffen haben, um die Ziele sehr kleiner Interessengruppen in den jeweiligen Gesellschaften durchzusetzen, die jedoch den Zielen der Gesellschaften selber eigentlich konträr gegenüberstehen. (1)

Die Dunkelziffer ist extrem hoch, da die meisten Studien sich auf statistisches Material stützen, Pakistans Armee gibt nur Tötungen und eigne Verluste bekannt. Für Afghanistan sind diese Studien praktisch unmöglich da die Kriegszonen meist sehr abgelegen sind und für unabhängige Organisationen kaum zugänglich. Die Anzahl der in Afghanistan durch Gewalteinwirkung getöteten Menschen inklusive Zivilpersonen, NGO-Mitarbeitern, afghanischen Sicherheitskräften, ISAF- und OEF-Soldaten und Taliban-Kämpfern liegt Ende 2011 kann nicht unter 70.604 liegen, aber auch eine Verzehnfachung ist gut möglich, was primär die Zivilbevölkerung betrifft. Problematisch sieht es im Jemen, Somalia und den restlichen Gebieten, wie den südlichen Philippinen oder südliches Thailand, in diesem Krieg aus, darüber gibt es keine Schätzungen. Die Todesopfer durch die Zerstörung der Infrastruktur, durch Mangelernährung, der medizinischen Mangelversorgung, psychischer Störungen, der Verseuchung durch DU-Geschosse wurden in den bekannten Studien nicht berücksichtigt. Das im Irak Body Count IBC verwendete passive Untersuchungsverfahren, die Zählungen von Toten die in Leichenschauhäusern eingeliefert wurden, den Angaben des irakischen Gesundheitsministerium und englischsprachiger Medienberichte erfassten zum Beispiel nur etwa 10% der insgesamt auftretenden Todesfälle durch den Krieg und den Bürgerkrieg. Die Angaben der US-Armee, deren Meldungen oft durch westliche Leitmedien veröffentlicht werden, ist bestrebt, auch die eignen Verluste niedrig zu halten. Die Opfer der Angriffe der Besatzungstruppe werden zumeist als „Aufständische“ ausgegeben und so die Meldungen über getöteten Zivilisten niedrig zu halten. Die wichtigsten Fragen zu Opferzahlen im Krieg gegen den Terror sind nicht statistischer, sondern primär politischer Natur, wie die Wikileaks Veröffentlichungen nahelegten.

Literatur zum Artikel: Body Count herausgegeben von den Internationalen Ärzte gegen den Atomkrieg http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Body_Count_2012.05.pdf Philippinisch-Amerikanischer Krieg auf wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Philippinisch-Amerikanischer_Krieg

Florian Rötzer: Die Taliban und der Terrorismus auf Telepolis http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22599/1.html USA, CIA und der Terror http://www.flegel-g.de/terror-cia.html Gottes eigene Krieger von Ahmed Rashid http://www.wtc-terrorattack.com/osama_bin_laden.htm

Ich glaube nicht an eine einzige Schaltzentrale von Raoul Rigault

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31342/1.html

Deadly Vanguards: A Study of alQa’ida’s Violence Against Muslims Herausgeber Westpoint Akademie abrufbar auf: http://www.ctc.usma.edu/posts/deadly-vanguards-a-study-of-al-qaidas-violence-against-muslims

Kommentiere diesen Post